„Stüttgens Hotel“ wieder eröffnet

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Sabine und Frank Stüttgen im neuen Foyer ihres Hotels. Foto: Mathias Kehren
Sabine und Frank Stüttgen im neuen Foyer ihres Hotels. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Das Velberter Hotel Stüttgen ist wieder in Betrieb. Seit Mitte Oktober können im Velberter Zentrum 22 moderne Zimmer bezogen werden. Damit endet der fast 18-jährige Dornröschenschlaf des Traditionshotels.

Nach dem Tod von Hans Willi Stüttgen, der bis zuletzt im Hotel gewohnt hatte, reifte bei Sohn Frank und seiner Frau Sabine Stüttgen die Idee, das Hotel wiederzubeleben und den Familienbetrieb mit fast 130 Jahren Geschichte ins Geschäftsleben zurück zu holen. Frank Stüttgen ist gelernter Koch mit Erfahrung in der Spitzengastronomie. Zuletzt hat er fast zwei Jahrzehnte lang die Gastronomiebetriebe einer großen Bank in drei Großstädten gemanagt. „Die Zeit war gekommen für eine berufliche Veränderung, zurück zum operativen Bereich, also wieder nahe am Kunden“, meint Stüttgen. Seine Frau Sabine ist Quereinsteigerin im Gastgewerbe, bringt viele Jahren Erfahrung mit und ist mit Herz und Seele dabei: „Unsere Individualität, eine besonders hohe Aufmerksamkeit und ein hervorragender Service zeichnen uns aus“, meint Sabine Stüttgen. Dafür soll das in gut einem Jahr kernsanierte Haus an der Friedrichstraße 168 die Basis bieten.

„Tradition und Moderne zu verbinden“ war der Grundsatz für die Modernisierung, erklären die Stüttgens. Deshalb wurden viele schöne alte Dinge erhalten oder „nur“ den neuen Anforderungen angepasst. Das schöne Holztreppenhaus, welches den „alten“, bergischen Flügel des Hotels mit dem neueren Jugendstil-Gebäudeteil verbindet, wurde erhalten und saniert. Viele Details erinnern an die Tradition des Hauses: Aufgearbeitet historische Stühle, alte Fotos oder auch mal eine Lampe, mit Velberter Motiven aus den fünfziger Jahren, wirken wohl platziert in den von Grund auf sanierten Räumen. „Das schöne Alte erhalten, ohne dabei altbacken zu wirken“, beschreibt Sabine Stüttgen ihre Idee zur Einrichtung. „An dem Stammtisch hat 1892 der erste Reichskanzler, Fürst von Bismarck, gesessen“, weiß Frank Stüttgen mit Blick auf einen schweren Rundtisch im Frühstücksraum zu berichten. Einen Originalbrief, den der Reichskanzler damals zum Dank geschickt hat, beweist, dass er richtig liegt.

Die 14 Einzel- und acht Doppelzimmer in „Stüttgens Hotel“ sind elegant und modern eingerichtet. Sie sind hell, bieten genug Platz und werden bei Bedarf mit Wand- und versteckt verbauten LED-Leuchten angenehm ausgeleuchtet. Ein großer Bildschirm ist Standard auf den Zimmern. Der Frühstücksraum mit kleiner Bar und ein teilbarer Veranstaltungsraum für bis zu 70 Personen stehen Hotelgästen zur Verfügung, können aber speziell für Feierlichkeiten angemietet werden.

Weitere Informationen auch auf der Internetseite: www.stuettgens-hotel.de.