Special Olympics in Berlin sind das Ziel

989
Elke Klingbeil (Lebenshilfe), Lars Glindemann (Ford Jungmann) und Michael Ratz (Wobau) wollen die Lebenshilfe-Fußballer zu den Weltspielen in Berlin bringen. Foto: Mathias Kehren
Elke Klingbeil (Lebenshilfe), Lars Glindemann (Ford Jungmann) und Michael Ratz (Wobau) wollen die Lebenshilfe-Fußballer zu den Weltspielen in Berlin bringen. Foto: Mathias Kehren

Wülfrath/Velbert. Die Special Olympics finden 2023 in Berlin statt. Daran wollen auch die Fußballer der Lebenshilfe und der SSVg Velbert teilnehmen. Ford Jungmann und die Velberter Wobau haben jeweils 1.000 Euro für das Team gespendet.

Es wäre das erste internationale Turnier an dem die Fußballer der Lebenshilfe im Kreis Mettmann teilnehmen. Und diesem Ziel sind sie nun Dank der Kooperation mit der SSVg Velbert einen guten Schritt näher gekommen.

„Seit Ende letzten Jahres gibt es zwischen der Lebenshilfe und der SSVg eine vertraglich festgelegte Kooperation, die über die seit sechs Jahren gepflegte gute Zusammenarbeit hinaus geht“, berichtet Lars Glindemann vom SSVg-Verwaltungsrat. Erstmals wird eine Unified-Mannschaft aus neun SSVg-Spielern, der ersten und zweiten Mannschaft sowie der U18, und den Lebenshilfe-Fußballern gebildet. Deren erklärtes Ziel ist die Teilnahme an den Special Olympics, die 2023 in Berlin stattfinden.

Zuvor muss sich das Team im Juni dieses Jahres in Hamm gegen die Konkurrenz durchsetzen, um die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb zu erlangen. Möglich erscheint zurzeit auch die Teilnahme an den „National Games“ im Jahr 2022 in Berlin.

„Die Bereitschaft der Nachwuchsfußballer mit geistig Behinderten eine Fußballmannschaft zu bilden war riesengroß“, freut sich Lars Glindemann mit Blick auf die U18 der SSVg von der gleich sieben Spieler spontan eine feste Zusage zur Teilnahme gegeben haben.

„Natürlich sind unsere Sportler begeistert von der großen Wertschätzung, die sie erfahren, wenn Tausende bei den Special Olympics die Wettkämpfe verfolgen“, gibt Elke Klingbeil vom Vorstand der Lebenshilfe die Stimmung in ihrem Team wider.

Die Aktion lebt auch vom Sponsoring. Hier haben jetzt Ford Jungmann und die Wobau Velbert einen wichtigen Beitrag geleistet und je 1.000 Euro gespendet, die der Ausstattung des Kaders zu Gute kommen.

„So wird dem Begriff Inklusion echtes Leben eingehaucht“, findet Lars Glindemann. Sein Sohn Eric absolviert derzeit ein freiwilliges soziales Jahr bei der Lebenshilfe und ist gerne in die Rolle des Spieler-Trainers geschlüpft.

Das Training findet wöchentlich in der Sporthalle am Thekbusch statt. Und ein erster großer Auftritt ist auch schon geplant. Am 17. März will sich die Unified-Mannschaft in der Halbzeitpause des Lokalderbys zwischen der SSVg und dem SC Velbert im Stadion Sonnenblume präsentieren.