Sonderausstellung „Japan – Schönheit im Gebrauch“: Japanische Volkskunst im Niederbergischen Museum

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Ulrich Erbach, Dr. Detlef Klähn und Karin Fritsche freuen sich auf den Start der Sonderausstellung. Foto: André Volkmann
Ulrich Erbach, Dr. Detlef Klähn und Karin Fritsche freuen sich auf den Start der Sonderausstellung. Foto: André Volkmann

Wülfrath. Am Sonntag, 31. März, eröffnet im Niederbergischen Museum, Bergstraße 22, um 15 Uhr die neue Ausstellung „Japan – Schönheit im Gebrauch“. Gezeigt werden dann bis zum 15. Juni kostbare japanische Kulturgüter.

Die rund 290 Exponate entstammen der Privatsammlung von Detlef Klähn, der dem Niederbergischen Museum eigens für die Ausstellung seiner Japonika einen neuen Boden in der „Japan-Halle“ gespendet hat.

Im Mittelpunkt der Sonderausstellung, die im Rahmen der Aktion „Japan in Wülfrath“ veranstaltet wird, steht die Volkskunde eines Landes, das der Sammler Detlef Klähn als „klassisch-kulturell“ bezeichnet. Über 2.000 Bücher hat Klähn über Japan gelesen – zum ersten Mal dort war er dagegen erst im letzten Jahr. Detlef Klähn beschreibt seine Reise als „positiven Kulturschock“. „Die Leute dort sind ehrlich und unsagbar sauber“, erzählt Klähn. Daran könne man sich ein Beispiel nehmen.

Seit über 40 Jahren sammelt der Zahnarzt aus Wülfrath bereits japanische Kostbarkeiten: besonders angetan haben es ihm die „inrô“, kleine Stapeldosen, die an Seidenschnüren, durch einen feingeschnitzten Halteknopf („netsuke“) gesichert am Gürtel getragen werden. Dosen und Knöpfe werden entsprechend den Wünschen des Auftraggebers gestaltet. „Die Knöpfe erzählen oft kleine Geschichten“, erläutert Klähn. Sichtlich fasziniert berichtet er über die handwerkliche Arbeit, die hinter der Fertigung der Stapeldosen steckt: „Zwischen 30 und 60 Schichten Lack werden aufgetragen. Die Herstellung kann länger als ein Jahr dauern.“

Die Ausstellung hat mehr zu bieten als rund 35 dieser „inrô“: zum Beispiel Essgeschirr, Teezubehör, lackierte Kämme, Kimonos oder Schwerter. „Das älteste Schwert in der Ausstellung stammt aus dem Jahr 1350“, erläutert Detlef Klähn.
Viele der kunstvoll gestalteten Exponate haben in der japanischen Kultur einen tatsächlichen Nutzen.

Parallel zu der Ausstellung wird es ein Begleitprogramm geben. So führt Detlef Klähn Interessierte am 12. April durch die „japanische Insel“, die unmittelbar in die Dauerausstellung des Niederbergischen Museums integriert worden ist und damit Wülfrath und Japan verbindet.

Weitere Informationen zu den einzelnen Programmpunkten sind unter www.niederbergischenmuseum.de verfügbar.