Feuerwehr übt Einsatz des „rollenden Rettungsweges“

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Die Drehleiter gilt vor allem in Mehrfamilienhäusern als zweiter Rettungsweg. Foto: Feuerwehr
Die Drehleiter gilt vor allem in Mehrfamilienhäusern als zweiter Rettungsweg. Foto: Feuerwehr

Heiligenhaus. Die Feuerwehr hat Einsatzkräfte in der Bedienung der Drehleiter ausgebildet. Innerhalb von drei Wochen lernten die Frauen und Männer der Wehr, wie das Rettungsfahrzeug gesteuert und an Gebäuden bestmöglich aufstellt wird, um Menschen zu retten.

In über 30 Stunden wurden acht Einsatzkräfte der Feuerwehr Heiligenhaus im Umgang mit dem Drehleiterfahrzeug geschult. Am letzten Februarwochenende begann der Lehrgang auf der Feuer- und Rettungswache mit einem Theorieteil. An den folgenden Wochenenden haben die Lehrgangsteilnehmenden die Steuerung und Bedienung, aber auch Geschicklichkeitsübungen mit dem Korb absolviert.

Zu Beginn lernten die Kursteilnehmenden wie viel Computertechnik in dem Fahrzeug vorhanden ist und welche Sicherheitseinrichtungen es gibt. Um etwas Gespür für die Steuerung zu entwickeln, hatte Lehrgangsleiter Peter Hahn einen Parcours vorbereitet, in dem es mit dem Korb verschiedene Hindernisse zu überwältigen galt. Im Anschluss setzen die Einsatzkräfte ihr Wissen an verschiedenen Gebäude um, unter anderem am Rathaus.

Ein wesentlicher Teil des Lehrgangs war es, zu lernen, die Drehleiter zum Einsatzbeginn optimal aufzustellen, um das Gebäude – im besten Falle überall – mit dem Korb erreichen zu können und Menschen zu retten. „Die Drehleiter bei der Feuerwehr ist kein Spielzeug“, weiß Pressesprecher Nils Vollmar, „die Bauordnung sieht das Fahrzeug bei vielen Mehrfamilienhäusern als zweiten Rettungsweg vor. Wenn das eigene Treppenhaus verraucht ist, muss die Feuerwehr mit der Drehleiter Menschen aus oberen Stockwerken retten“.

De Lehrgang wurde durch Peter Hahn, einem ehrenamtlichen Ausbilder der Heiligenhauser Wehr, vorbereitet und durchgeführt. Für Einsätze während des Lehrgangs stellte die Berufsfeuerwehr Ratingen für die Lehrgangstage eine Drehleiter aus ihrer Reserve zur Verfügung. So konnten die Teilnehmenden mit ihrem Einsatzfahrzeug ohne Unterbrechung üben – das Einsatzgeschäft lief währenddessen mit dem Leihfahrzeug weiter.