Rettungswache statt Schule: Feuerwehr lässt Schüler hinter die Kulissen blicken

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Sie brachte Mädchen und Jungen ihren Arbeitsalltag näher: die Hauptbrandmeisterin Sandra Graßmann von der Mettmanner Wehr. Foto: Kreisstadt Mettmann
Sie brachte Mädchen und Jungen ihren Arbeitsalltag näher: die Hauptbrandmeisterin Sandra Graßmann von der Mettmanner Wehr. Foto: Kreisstadt Mettmann

Mettmann. Sechs Schülerinnen und sechs Schüler der Carl-Fuhlrott-Realschule und der Gesamtschule Heiligenhaus sind am Donnerstagmorgen, 28. März, nicht in die Schule gegangen, sondern haben „ihren Dienst“ auf der Feuer- und Rettungswache angetreten. Im Rahmen des „Girls‘- und Boys‘ Day“ hatten sie sich für einen Tag bei der Feuerwehr entschieden.

So wie Azad (12) freuten sich die Mädchen und Jungen auf „etwas Spannendes“. Und spannend war es tatsächlich. So erlebten sie die sprichwörtliche Schnelligkeit der Feuerwehr hautnah mit. Als Hauptbrandmeisterin Sandra Graßmann und Brandoberinspektor Arne Vieweg den jungen Gästen in der Wagenhalle die Einsatzfahrzeuge zeigen wollten, gab es einen Feueralarm und in Nullkommanichts war die Wehr unter der Einsatzleitung von Arne Vieweg mit Blaulicht und Tatütata zu einem Einsatz an der Stintenberger Straße ausgerückt.

Mit dem Einkleiden und einem theoretischen Unterrichtsblock, in dem die Kinder erfuhren, wofür die Feuerwehr zuständig ist und wie der Alltag von Feuerwehrleuten aussieht, begann für sie der Tag auf der Wache an der Laubacher Straße. Dann frühstückten sie zusammen mit der Wachabteilung. „Das gehört zum Alltag eines Feuerwehrmanns dazu“, sagte Sandra Graßmann mit einem Augenzwinkern.

Löschübungen, ein „Ausritt“ auf der Drehleiter in schwindelerregender Höhe sowie ein simulierter Rettungseinsatz nach einem Unfall, bei dem Personen mit Spezialgerät aus einem Fahrzeug gerettet werden mussten, ließen die Mädchen und Jungen staunen. Für Lara (11) stand nach dem aufregenden Tag fest, dass sie nun in die Jugendfeuerwehr eintreten möchte. Doch damit nicht genug. „Ich will Feuerwehrfrau werden“, hatte sie sich auch beruflich schon festgelegt.

Ziel des jährlichen „Girls‘- und Boys Days“ ist es, Mädchen und Jungen für neue Berufswege zu interessieren. Ihnen wird die Möglichkeit geboten, Berufsfelder kennenzulernen, die auch außerhalb einer traditionellen Orientierung liegen.