Regiobahn: Verschiebung um ein Jahr

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Im Spätsommer 2020 soll die neue Strecke von Mettmann-Stadtwald (Foto) nach Wuppertal eröffnet werden
Zum Fahrplanwechsel im Dezember soll die Regiobahn von Mettmann Stadtwald weiter bis nach Wuppertal fahren - vorerst aber ohne Elektrifizierung. Foto: Hans-Joachim Kling

Mettmann. Die Eröffnung der neuen Strecke der Regiobahn von Mettmann nach Wuppertal muss verschoben werden. Voraussichtlich um ein Jahr, teilt die Regiobahn GmbH mit.

„Die ursprüngliche Inbetriebnahme der Regiobahn-Linie S 28 auf dem Streckenabschnitt zwischen Mettmann Stadtwald und Wuppertal Hbf zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019/2020 kann nicht wie geplant realisiert werden“, schreibt das Unternehmen. „Stattdessen plant die Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mbH, die Betriebsaufnahme voraussichtlich um ein Jahr, auf Dezember 2020, zu verschieben.

Gründe für die Verschiebung sind von der Regiobahn nicht zu vertretende Verzögerungen bei der Planung und bei vorbereitenden Bauarbeiten.“

Weiter heißt es in der aktuellen Information der Gesellschaft von Montagnachmittag: „Die Regiobahn GmbH als Infrastrukturbetreiber plant, die Strecke der S 28 vom bisherigen Endhaltepunkt Mettmann-Stadtwald bis zur Einbindung in die Strecke der S 9 bei Wuppertal-Dornap zu verlängern und damit den Betrieb der S 28 nach Wuppertal Hbf zu ermöglichen.

Der Neubauabschnitt von Mettmann-Stadtwald bis zum Abzweig Dornap mit Anschluss an die Strecke der S 9 kann bis Dezember 2019 nicht wie geplant fertiggestellt werden. Neben noch nicht abgeschlossenen Plangenehmigungsverfahren gibt es Verzögerungen bei derzeit durchgeführten Bautätigkeiten“, heißt es weiter in der Mitteilung der Regiobahn.

„Ferner hatte die Regiobahn das Ausschreibungsverfahren für die Herstellung der Oberleitungsanlage aus wirtschaftlichen Gründen aufgehoben. Ein neues Vergabeverfahren dauert in der Regel ein halbes Jahr und länger.

Darüber hinaus beeinflussen erforderliche Bautätigkeiten der DB Netz AG den Projektablauf. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren ist eine Fertigstellung der Strecke für den Betrieb mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen nicht vor Ende 2020 realistisch.

Neben dem notwendigen Infrastrukturausbau für die Verlängerung der S 28 nach Wuppertal Hbf wird das gesamte kommunale Schienennetz der Regiobahn von Düsseldorf-Gerresheim bis zum Abzweig Dornap und von Neuss Hbf bis zum Kaarster See elektrifiziert. Notwendige Bahnsteiganpassungen von derzeit 96 cm auf 76 cm zur Sicherstellung eines stufenlosen Einstiegs in die Fahrzeuge gehören ebenfalls zu diesem Gesamtpaket, das mit Fördermitteln von Bund und Land unterstützt wird.“