Auftakt der Aktionswoche gegen „falsche Polizeibeamte“

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Der Leitende Polizeidirektor Manfred Frorath, Ratingens Bürgermeister Klaus Pesch und Landrat Thomas Hendele (v.l.) bei der Auftaktveranstaltung auf dem Ratinger Wochenmarkt. Foto: Stadt Ratingen
Der Leitende Polizeidirektor Manfred Frorath, Ratingens Bürgermeister Klaus Pesch und Landrat Thomas Hendele (v.l.) bei der Auftaktveranstaltung auf dem Ratinger Wochenmarkt. Foto: Stadt Ratingen

Ratingen. In der Stadt findet bis zum 5. April  eine polizeiliche Aktionswoche statt, die sich gezielt gegen das verstärkte Auftreten von Trickbetrügern am Telefon richtet, die es mit Schock-Anrufen, Varianten des „Enkeltricks“ oder als „falsche Polizeibeamte“, auf die Ersparnisse und Wertgegenstände überwiegend älterer Menschen abgesehen haben.

Am Dienstag, 2. April, fand dazu die Auftaktveranstaltung mit Landrat Thomas Hendele auf dem Ratinger Wochenmarkt statt. Von 10 bis 13 Uhr haben dort die Experten des Kriminalkommissariats Kriminalprävention / Opferschutz gemeinsam den ehrenamtlichen Seniorenberaterinnen und Seniorenberatern der lokalen „ASS!e“ zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an ihrem Info-Mobil vor den Maschen der Trickbetrüger gewarnt.

Gemeinsam mit dem Leitenden Polizeidirektor Manfred Frorath sowie Ratingens Bürgermeister Klaus Pesch konnte der Landrat auch selbst mit zahlreichen Seniorinnen und Senioren ins Gespräch kommen und nützliche Tipps zum Schutz vor „falschen Polizeibeamten“ geben.

Doch damit nicht genug: Um möglichst viele Seniorinnen und Senioren zu erreichen, setzt die Kreispolizei auch während dieser Aktionswoche in Ratingen auf das persönliche Gespräch an der Haustür. Dazu sind seit gestern uniformierte Polizeibeamte im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Ihr Auftrag lautet dabei: „Klinkenputzen“. Jeweils von 9 bis 17 Uhr suchen die Beamten Haushalte auf, in denen Bürgerinnen und Bürger ab 70 Jahren gemeldet sind. Die kriminalistische Erfahrung zeigt, dass die Trickbetrüger diese Bevölkerungsgruppe in der Vergangenheit gezielt als potenzielle Opfer ausgemacht haben.

Wenn den uniformierten Polizeikräften an der Haustüre geöffnet wurde, folgten die angekündigten persönlichen Beratungsgespräche, bei denen auch ein themenbezogener Brief des Landrates Mettmann sowie behördeneigenes Informationsmaterial zu dieser besonderen Kriminalitätsform überreicht wurde. Alleine am Montag, 1. April, konnten die Beamten so insgesamt knapp 350 persönliche Beratungsgespräche führen.

Besonders die behördeneigenen Präventionskarten, auf deren Rückseite kurze und prägnante Verhaltenshinweise vermerkt sind, fanden dabei bislang großen Zuspruch. Sie sollen als Erinnerung und Aufmerksamkeitshinweis gut sichtbar neben dem Telefon abgelegt werden. Wurde den „Klinken putzenden“ Beamten nicht geöffnet, hinterlegten diese ihr Info-Material nach Möglichkeit im Briefkasten der nicht angetroffenen Senioren. Das war am Montag bei 244 Adressen der Fall.

Die Aktionswoche wird noch bis Freitag in Ratingen fortgeführt. Das Info-Mobil der Polizei ist am Mittwoch, 3. April, von 10 bis 16 Uhr sowohl vor dem Real-Supermarkt „An der Hoffnung“ in Breitscheid, als auch vor dem Supermarkt / Getränkemarkt an der Rehhecke in Lintorf anzutreffen.