Power-Frauen: „Painting Brains“ spielen auf dem Ratinger Abend

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Machen Musik seit ihrer Schulzeit: Die beiden Ratingerinnen von
Machen Musik seit ihrer Schulzeit: Die beiden Ratingerinnen von "Painting Brains". Foto: Martin Ibsen

Ratingen. Das Musikerinnen-Duo „Painting Brains“ tritt am Freitag, 7. Juni, ab 19.30 Uhr auf dem Ratinger Abend im Rahmen der „Zelt Zeit“ auf.

Eine Menge Show, Fun und Action zur „ZeltZeit“ gibt es auch in diesem Jahr am Grünen See. Eines der Highlights der viertägigen Veranstaltung wird auch in diesem Jahr wieder der Ratinger Abend sein. An jenem Freitag soll dem Publikum ein buntes Bühnenprogramm aus Ratinger Brauchtum und jugendlichem Kunstverständnis geboten werden. Wie in den letzten drei Jahren wird Dirk Wittmer einen Abend mit einer Mischung von Ratinger Kultur & Kunst präsentieren: Musik, Kabarett, Comedy, Tanz, Show.

Mit dabei sind dann auch „Painting Brians“ aus Ratingen: Coole Songs, überraschend, nicht vorhersehbar und eindringlich – nicht unbedingt das, was man erwartet, wenn zwei junge Frauen mit Klavier und Gitarre die Bühne betreten. Gerade deshalb elektrisieren die Auftritte der beiden Ratingerinnen Margarita Stulov und Jennifer Trautmann das Publikum. 

Angefangen hat alles mit einem Musikprojekt in der 8. Klasse, an dem die beiden Freundinnen „Rita“ Margarita Stulov (21) und „Jenni“ Jennifer Trautmann (21) auf Anraten ihres damaligen Musiklehrers Klaus Wittfeld teilnahmen. „Im Rückblick ist unser Werdegang schon ein wenig kurios“, so Rita. „Jenni spielte Klavier und hatte bereits in einem Kirchenchor gesungen. Ich habe zu Hause Gitarre gespielt und aus Spaß dazu gesungen. Vor Publikum allerdings wollte ich auf keinen Fall singen.“

Letztendlich kam alles anders. „Unser Musiklehrer hat das Projekt gefilmt und am Ende des Schuljahres auf der internen Show ‚Inside‘ vorgestellt“, erinnert sich Jenni. „Wir hatten so viel Spaß, dass wir Beide weiter zusammen Musik machten. Damals haben wir Titel aus den Genres Pop Punk und Alternativ gecovert, etwas ruhiger gestaltet und unseren Stimmen angepasst. Bereits zu dieser Zeit haben wir Zweistimmig gesungen, was unseren Liedern auch heute eine besondere Note gibt“.

Es folgte die Gründung der ersten Band „Drown the world in coffee“. Nach einigen Auftritten allerdings entschlossen sich Rita und Jenni, die Band wieder aufzulösen und getrennte Musik-Wege zu beschreiten. Doch diese Phase währte nicht lange und nach kurzer Zeit fanden die Beiden Musikerinnen wieder zueinander. Der Name „Painting Brains“ für das Duo entsprang einem Gedankenspiel Ritas. „Wir wollen den Alltag mit neuen Ideen und Gedanken füllen. Da passt die Bedeutung ‚Gehirne bemalen‘ genau zu dem, was wir wollen. Mit dem immer arbeitenden rationalen Verstand etwas Kreatives schaffen; Farbe ins Leben bringen.“

Entsprechend tiefgründig sind mitunter die Texte. „Wir wollen die negativen Aspekte des Lebens nicht für uns behalten, sondern teilen diese in unseren Liedern mit“, erklärt Jenni. „Dabei sind wir nicht negativ, sondern sprechen Dinge an, versuchen, das Beste daraus zu machen und setzen uns positiv mit dem Leben auseinander.“

„Musik muss Spaß machen“

Und welchen Stil verfolgt das Duo? Rita lacht: „Unsere Musik ist vielleicht in den Bereich ‚Singer Songwriter‘ oder ‚melancholischer Pop Rock‘ einzuordnen. Aber wir wollen nicht ein bestimmtes Genre besetzen, sondern uns immer weiterentwickeln. Musik muss Spaß machen und unsere Ideen und Gedanken wollen wir so wenig wie möglich durch Vorgegebenes einschränken.“

Auf ihren Auftritt zum Ratinger Abend freuen sich die Beiden sehr. „Wir haben keine konkreten Vorstellungen und wissen nicht, was uns auf dem Ratinger Abend erwartet. Wir wollen einfach den Abend genießen und das Publikum begeistern“, bringt es Jenni auf den Punkt. „Wer uns das erste Mal spielen hört, findet unsere Art Musik zu machen, die man nicht unbedingt einordnen kann, meistens interessant. Die Songs sind einfach cool und keine Null acht fünfzehn Musik. Wir freuen uns darauf, das Publikum zu überraschen.“
Derzeit arbeiten Rita und Jenni an ihrem ersten Album „Spectrum over Stillness“, das Ende April erscheinen soll.

Mit dabei sind in diesem Jahr auch die Westhäkchen. Von Beginn an, ist die Schülertruppe vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums aus Ratingen West, ein fester Bestandteil des lokalen Kulturprogramms. Das Ratingen aber auch spontan sein kann, das beweisen „Poetry Slam Ratingen“, die mit einem wortgewandten Auftritt die Zuschauer zum Staunen bringen werden.

Wer sich von den vielen verschiedenen Künstlern begeistern lassen möchte, hat dazu auf dem Ratinger Abend im Rahmen der „Zelt Zeit 2019“ die beste Gelegenheit. Karten für alle Veranstaltungen gibt es unter anderem bei XXL Johann + Wittmer, dem Kulturamt, im Reisezentrum Tonnaer sowie über die Homepage www.zeltzeit-ratingen.de