Erfahrungsaustausch zum Ehrenamt für Menschen mit Demenz

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Sie musizieren regelmäßig mit älteren Menschen: Ingeborg Beckershoff und Doris Holtgreve. Foto: Caritas
Sie musizieren regelmäßig mit älteren Menschen: Ingeborg Beckershoff und Doris Holtgreve. Foto: Caritas

Mettmann. Im Rahmen des Monats der Demenz haben das Caritas-Altensift und die Freiwilligenzentrale Mettmann interessierte Ehrenamtliche eingeladen, um sich über ihre Erfahrungen in der Begegnung mit Menschen mit Demenz auszutauschen.

Der Einladung folgten neben Ehrenamtlichen aus dem Altensitft auch Engagierte aus der Juten Stuw der Alzheimergesellschaft und aus dem Haus St. Elisabeth, so dass sich eine bunt gemischte Gruppe engagierter Frauen zu einem angeregten Austausch zusammenfand.

Während in der öffentlichen Wahrnehmung oft die belastenden Aspekte der Demenz im Vordergrund stehen, zeigte sich im gut besuchten Erfahrungsaustausch schnell, dass das Engagement für Menschen mit Demenz tatsächlich viele Facetten hat. So berichteten Ingeborg Beckershoff und Doris Holtgreve davon, wie sie regelmäßig im Caritas-Altenstift mit den älteren Menschen musizieren.

„Am Anfang dachte ich, was soll ich denn da machen, ich kann doch gar nicht singen und tanzen kann ich auch nicht“, erinnert sich Doris Holtgreve schmunzelnd. „Und mittlerweile kann ich singen und ich tanze Polonaise – auch, wenn nur einer mitmacht.“

Und Ingeborg Beckershoff ergänzt: „Wenn ich sehe, wie glücklich und losgelöst die Menschen sind, wenn wir gemeinsam musizieren, das macht mich sehr dankbar aund auch sehr demütig.“ Neben den schönen Erlebnissen gibt es natürlich auch schwierige Erfahrungen: „Man sieht die Leute jede Woche und sieht, wie sie immer weiter abbauen. Und irgendwann sind sie weg. Das tut schon weh.“

Trotzdem stehen für alle anwesenden Ehrenamtlichen doch die beglückenden Momente ihres Engagements im Vordergrund. „Jemanden so glücklich zu machen mit Kleinigkeiten, da findet man gar keine Worte“, so beschreibt eine weitere Ehrenamtliche der Runde ihre Erfahrungen. Das „Glück des gemeinsam erlebten Augenblicks“ sei für viele der Ehrenamtlichen eine wertvolle Erfahrung. Anna Bachmann, die als Gerontotherapeutin im Caritas-Altenstift arbeitet und den Erfahrungsaustausch fachlich begleitete, fasst es so zusammen: „Viele haben am nächsten Tag vergessen, wer man ist. Aber das Gefühl wird erinnert.“

Menschen, die sich für eine ehrenamtliche Aufgabe interessieren, können sich gerne bei der Caritas-Freiwilligenzentrale unter 02104-144408 melden.