„Menschenrechte vor Profit“‚: Am 11. Mai ist Weltladen-Tag – auch in Mettmann

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Am Samstag findet der Weltladen-Tag statt: Im Bereich um das Geschäft auf der Mittelstraße machen diese Karten darauf aufmerksam. Foto: André Volkmann
Am Samstag findet der Weltladen-Tag statt: Im Bereich um das Geschäft auf der Mittelstraße machen diese Karten darauf aufmerksam. Foto: André Volkmann

Mettmann. Unter dem Motto „Menschenrechte vor Profit – politisch aktiv für den Fairen Handel“ findet am Samstag, 11. Mai, bundesweit der Weltladen-Tag statt. Auch der Eine-Welt-Laden auf der Mittelstraße 5 ist von 10 bis 13 Uhr mit einer Aktion dabei.

Nach wie vor nimmt eine Vielzahl von Unternehmen ihre Verantwortung für nachhaltige Lieferketten und die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten nicht im ausreichenden Maße wahr.

Bislang können sie dafür nicht haftbar gemacht werden. Darauf machen Weltläden seit Jahren durch politische Kampagnen aufmerksam. Sie fordern, zusammen mit dem Forum Fairer Handel und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, eine gesetzliche Regelung, um Unternehmen in die Pflicht zu nehmen. Damit könnten beispielsweise Betroffene eines Fabrikbrandes in Pakistan künftig gegen ihren deutschen Auftraggeber klagen – und auch Entschädigungen einfordern.

Im Februar 2019 wurde bekannt, dass das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung einen Entwurf für ein sogenanntes Wertschöpfungskettengesetz erarbeitet hat. Wie umfassend der Schutz der Menschenrechte sein wird, hängt von der genauen Ausgestaltung eines Gesetzes ab. Weltläden tragen diese Forderung am gemeinsamen politischen Aktionstag, dem Weltladentag, erneut mit verschiedenen Aktionen in die Öffentlichkeit. Über 400 Läden beteiligen sich bundesweit an der Aktion, die jedes Jahr am zweiten Samstag im Mai stattfindet. Gemeinsam wollen sie auf den Grundsatz „Fair Trade“ aufmerksam zu machen.

Auch der Eine-Welt-Laden in Mettmann beteiligt sich an diesem Tag mit einer Überraschungsaktion: eine Postkarte mit dem Slogan „Lass das liegen!“ soll in der Fußgängerzone dazu animieren, das genaue Gegenteil zu tun. Interessierte Bürgerinnen und Bürger lädt Riccarda Quack vom Eine-Welt-Laden ein, sich bei einer „fairen“ Tasse Kaffee oder Tee zu informieren und in gemütlicher Runde anregende Gespräche zu führen.