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Die "Omas gegen Rechts" engagieren sich für die Seenotrettung. Foto: Privat/Archiv

Mettmann. Am Sonntag fand der Tag der Seenotrettung statt. Die „Omas gegen Rechts“ aus dem Kreis Mettmann haben zu diesem Anlass auf die aktuelle Situation im Mittelmeer aufmerksam gemacht.

Um ein Zeichen für die Seenotrettung zu setzen, haben die „Omas gegen Rechts“ rund 100 Papierschiffchen an Passanten verteilt. 

Die Seniorinnen nehmen Stellung: „Gerade eben gab es das größte Bootsunglück des Jahres und man rechnet mit mindestens 100 ertrunkenen Flüchtlingen. Überlebende Menschen wurden zurück nach Libyen gebracht, was völkerrechtlich fragwürdig ist. Darüber hinaus sind die Lager dort für menschenunwürdige und katastrophale Zustände bekannt.

Die Politik versuche seit langem ohne Erfolg verbindliche Aufnahmequoten für Europa festzulegen, kommentieren die „Omas gegen Rechts“. Zudem fühlten sich die Mittelmeer-Staaten, insbesondere Italien, mit dem Problem allein gelassen. Private Hilfsorganisationen praktizierten zwar Seenotrettung, hätten aber mehr und mehr mit Widerständen zu kämpfen und würden kriminalisiert, so die engagierten Seniorinnen.

Weiter heißt es: „Kürzlich haben unter anderem die Evangelische Kirche, die Caritas, Seawatch, Seebrücke aber auch prominente Politiker wie Robert Habeck, Henriette Reker, Ruprecht Polenz und Gesine Schwan mit dem Palermo Appell ein Ende der Kriminalisierung von zivilen Seenotrettungs-Organisationen und eine politische Sofort-Lösung gefordert“.

Ihr Appell: Auch Städte wie Mettmann oder andere Gemeinden aus dem Kreisgebiet könnten Vorbild sein und ihre Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen demonstrieren. 

Gegründet wurden die „Omas gegen Rechts“ Anfang 2018. Inzwischen haben sich bereits über 50 Regionalgruppen in Deutschland gegründet, die sich für Demokratie und Menschenwürde, für Gleichberechtigung und ein sozial gerechtes Miteinander engagieren. Die Regionalgruppe im Kreis Mettmann entstand nach den rechtsgerichteten Aufmärschen in Mettmann (wir berichteten).