Velberts zweite Gesamtschule ist eröffnet. Jens Bullmann, Karin Büschenfeld und Dirk Lukrafka haben zur Schuleröffnung ein rotes Band, symbolisch für den Neustart, durchtrennt. Foto: Mathias Kehren
Bürgermeister Dirk Lukrafka (r.), hier mit Jens Bullmann und , Karin Büschenfeld bei der Eröffnung der zweiten städtischen Gesamtschule, bittet um Verständnis: Ab Montag sind die Gesamtschule, alle anderen Schulen und viel mehr geschlossen. Foto: Mathias Kehren

Velbert. In den Schulen in NRW haben viele Schülerinnen und Schüler in dieser Woche ihren ersten Schultag gefeiert. Kaum eine Veranstaltung dürfte indes soviel Aufmerksamkeit bekommen haben, wie die Neueröffnung der Gesamtschule Velbert-Neviges an der Maikammer. Die Schulneugründung im Gebäude der bisher hier ansässigen Kölver-Realchule war erst im Februar dieses Jahres mit einem vorgezogenen Anmeldeverfahren endgültig entschieden worden.

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Der kommissarische Schulleiter Jens Bullmann konnte zum ersten Schultag in der Gesamtschule Velbert-Neviges neben den 115 neuen Schülern und deren Eltern unter anderem auch Bürgermeister Dirk Lukrafka, Karin Büschenfeld vom Schuldezernat der Bezirksregierung Düsseldorf und Gernot Böll, Dezernent für Schule und Soziales der Stadt Velbert, begrüßen.

„Ich wünsche euch Mut und Kreativität aus dieser Schule etwas Neues zu machen“, wandte sich Lukrafka an die versammelten Schüler, „ihr habt die einmalige Chance, diese neue Schule zu gestalten, ihr euren persönlichen Stempel aufzudrücken“, sagte Velberts Bürgermeister, für den es ebenfalls die erste Schulgründung seit seinem Amtsantritt war. Neue Schulmöbel und Bücher hat die Stadt als Schulträger schon bereitgestellt. Außerdem sollen die Ausstattung der Turnhalle verbessert, die Mensa erweitert und das Angebot an neuen Medien und Lernmaterialien in Zukunft weiter ausgebaut werden, versprach der erste Bürger der Stadt.

Karin Büschenfeld erinnerte an mehrere gescheiterte Anläufe seit ihrem Amtsantritt vor neuen Jahren, das Schulsystem in Velbert umzugestalten. Darum freue sie sich jetzt besonders, dass mit der neuen Gesamtschule ein „sinnvolles, neues  Schulsystem“ entstanden sei. „Ihr seid ein bisschen wie Versuchskaninchen – im positiven Sinne“, wandte sich Büschenfeld an die Schüler und spielte damit auch auf das geplante Schulkonzept an, das mit Lernbüros und individuellen Lernzeiten den Schülern auch Verantwortung übertrage. In den kommenden sechs oder neuen Jahren, je nach angestrebtem Abschluss, könnten nun Schüler, Lehrer und Eltern dazu beitragen, die neue Schule zu entwickeln.

Nach dem Empfang in der Aula ging es vor die Schultore. Hier pflanzten die Offiziellen aus der Verwaltung, gemeinsam mit Vertretern der Schulgemeinde, einen Apfelbaum zur Einweihung der neuen Gesamtschule. Der Baum stehe für Tugenden wie Wertschätzung und Verantwortung, so Jens Bullmann, „möge er ebenso gut heranwachsen, wie die Kinder dieser Schule“.