„Rescue ME“: Aktionswoche weist auf lebensrettende Erste Hilfe hin

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Verschiedene Akteure beteiligen sich an der Woche der Wiederbelebung in kreisangehörigen Städten. Grafik:
Verschiedene Akteure beteiligen sich an der Woche der Wiederbelebung in kreisangehörigen Städten. Grafik: "Rescue ME"

Kreis Mettmann. Unter dem Motto „Rescue ME“ beteiligt sich der Kreis Mettmann deshalb auch in diesem Jahr wieder vom 16. bis 22. September an der bundesweiten Aktionswoche der Wiederbelebung.

Kommt es zu einem Herzstillstand, muss sofort der Notruf 112 gewählt werden. Bis der Rettungsdienst eintrifft, vergehen aber einige Minuten. Wenn diese Zeit durch Erstmaßnahmen, insbesondere durch eine Herzdruckmassage, überbrückt wird, verbessert sich die Überlebenschance erheblich. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand beginnt das Gehirn bereits nach nur drei bis fünf Minuten ohne Blutfluss unwiederbringlich zu sterben. Das ist ein entscheidendes Zeitfenster, in dem man mit einer sofortigen Herzdruckmassage Leben retten kann. Schätzungsweise 10.000 Menschenleben könnten pro Jahr bundesweit gerettet werden, wenn mehr Menschen als Ersthelfer handeln würden.

In Zusammenarbeit mit der Rettungsdienstschule an der Bildungsakademie für Gesundheits- und Sozialberufe des Kreises Mettmann, den Hilfsorganisationen ASB, DLRG, DRK, JUH, MHD und den Feuerwehren im Kreis werden wieder viele Aktionen in der Öffentlichkeit durchgeführt, um die Bevölkerung auf die Notwendigkeit lebensrettender Erstmaßnahmen hinzuweisen. An allen Aktionsorten gibt es Anleitungen und die Möglichkeit praktischer Übungen.

„100 bis 120 Mal pro Minute muss der Brustkorb fünf bis sechs Zentimeter eingedrückt werden“, beschreibt Dr. Arne Köster, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Mettmann. Wie passend, dass dieses Jahr ein neuer Song veröffentlicht wurde, der nicht nur den passenden Rhythmus für die Herzdruckmassage liefert, sondern auch noch den gleichen Titel wie die Aktion im Kreis trägt: „Rescue me“ von One Republic.

Aktionen sind derzeit an folgenden Orten geplant:

Erkrath-Hochdahl, Edeka Frische-Center Windges, Hochdahler Markt 17, am Montag, 16. September, von 9 bis 12 Uhr

Haan, vor der Stadtsparkasse, Kaiserstraße 37, am Montag, 16. September, von 9 bis 12 Uhr

Erkrath-Unterfeldhaus, REWE, Neuenhausplatz 74, am Dienstag, 17. September, von 9 bis 12 Uhr

Alt-Erkrath, Bavier-Center, Bavierstraße 10, am Mittwoch, 18. September, von 9 bis 12 Uhr

Mettmann, Jubiläumsplatz, gemeinsame Aktion der Bildungsakademie für Gesundheits- und Sozialberufe des Kreises Mettmann mit den Hilfsorganisationen ASB, DLRG, DRK, JUH und MHD am Mittwoch, 18. September, von 8 bis 13 Uhr

Hilden, Mittelstraße/Höhe Alter Markt, am Freitag, 20. September, von 9 bis 12 Uhr

Ratingen-Mitte, Marktplatz (vor St. Peter und Paul), am Samstag, 21. September, von 8 bis 16 Uhr

Monheim am Rhein, Busbahnhof, am Samstag, 21. September, von 9 bis 12 Uhr

Darüber hinaus bieten die Feuerwehren und Hilfsorganisationen auch außerhalb der Aktionswoche, beispielsweise im Rahmen der Tage der offenen Tür, Informationen rund um die Wiederbelebungsmaßnahmen an.

Zudem wird der Kreis Mettmann zukünftig mit dem System „Mobile Retter“ ergänzend zum Rettungsdienst qualifizierte Ersthelfer alarmieren, die sich in der Nähe eines Patienten aufhalten und zum Notfallort eilen können. Erfreulicherweise sind bereits mehr als 100 Anfragen von Interessenten eingegangen. Aber selbst wenn dieses System Anfang 2020 aktiviert wird, bleiben weitere Maßnahmen von anderen Ersthelfern und Zeugen des Geschehens überlebenswichtig.