Heinrich-Heine-Gymnasium: Fahrten- und Trainingswoche statt Unterrichtsausfall

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Der stellvertretende Schulleiter Holger Cornels kann auch anders: Er unterrichtet Selbstverteidigung. Foto: HHG
Der stellvertretende Schulleiter Holger Cornels kann auch anders: Er unterrichtet Selbstverteidigung. Foto: HHG

Mettmann. Am Heinrich-Heine-Gymnasium findet derzeit die „Fahrtenwoche“ statt. Sowohl die fünf neuen fünften Klassen sind im Rahmen ihrer Kennenlernfahrt unterwegs als auch die Jahrgangstufen EF und Q2.

Während sich die EF in und um Weimar mit der deutschen Kultur beschäftigt und unter anderem das Konzentrationslager Buchenwald für einen Workshop zur deutschen Geschichte besucht, erkunden die Leistungskurse der Q2 als Abschlussfahrt London und Athen.

Doch still ist es deswegen am HHG nicht, denn alle anderen Stufen nutzen die Woche für eine Trainingswoche. „Früher fiel wegen der vielen Unterrichtsfahrten häufig Unterricht aus, da viele Lehrer unterwegs sind. In den letzten Jahren haben wir daher die Fahrten auf einen Zeitpunkt konzentriert und die Fahrten- und Trainingswoche entwickelt, damit kein weiterer Unterricht ausfällt“, so Hanno Grannemann, der Schulleiter des Heinrich-Heine-Gymnasiums. Seitdem durchlaufen die Klassen innerhalb ihrer Jahrgangstufen unterschiedliche Stationen zur Persönlichkeitsbildung, um ihre sozialen Kompetenz zu stärken.

So steht vor allem das Sozialkompetenztraining für die unteren Klassen auf dem Programm, die sich in Achtsamkeit schulen, mit Streitschlichtern diskutieren oder das Klassenklima durch gemeinsame kooperative Spiele stärken. Die Schüler der achten Jahrgangsstufe werden sozial tätig und beschäftigen sich aktiv und unterstützend mit der Mettmanner Tafel, dem Kaufhaus der Mettmanner oder Misereor. In der neunten Jahrgangsstufe steht dagegen der Projektcharakter stärker im Vordergrund.

Unter dem Motto „Wer bin ich“ haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die eigene Persönlichkeit stärker zu beleuchten. Ob Selbstverteidungskurs, die Gestaltung des eigenen Radiobeitrags, diverse Projekte zur Online-Darstellung oder „Design for Future“ – für jeden ist etwas Besonderes dabei. In der Stufe Q1 geht es dagegen wirtschaftsorientierter zu. Hier analysieren die Kursteilnehmer ihre persönlichen Stärken und Schwächen, um in unterschiedliche Berufsprofile hinein zu schnuppern und Perspektiven für die Zeit nach der Schule zu entwickeln.