Lebensrettende Stammzellspende: Carl-Fuhlrott-Realschule öffnet engagierten Eltern die Türen

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Ihr Engagement könnte Leben retten: Melanie Dittmann hat sich als potenzielle Spenderin registrieren lassen. Foto: André Volkmann
Ihr Engagement könnte Leben retten: Melanie Dittmann hat sich als potenzielle Spenderin registrieren lassen. Foto: André Volkmann

Mettmann. Am Freitag hat an der Mettmanner Carl-Fuhlrott-Realschule ein Tag der offenen Tür stattgefunden. Parallel dazu hat die Schule mit Unterstützung der Stefan-Morsch-Stiftung eine Typisierungsaktion für potenzielle Stammzellspender durchgeführt.

Jene Eltern, die sich am Tag der offen Tür über die Stammzellspende haben informieren lassen, waren begeistert von dem Engagement der Carl-Fuhlrott-Realschule. Wer sich als potenzieller Spender registrieren ließ, ging mit einem guten Gefühl aus dem Klassenraum. Mehr als ein Dutzend mögliche Lebensretter hat die Typisierungsaktion hervorgebracht – jeder einzelne von ihnen sei wichtig. Das verrät Elisabeth Pfaff von der Stefan-Morsch-Stiftung.

„Die Hilfsbereitschaft ist groß“, freut sie sich als Koordinatorin der Aktion. Viele würden sich typisieren lassen, vor allem, wenn ein Bewusstsein für die Relevanz der Aktion geschaffen werde. Den Engagierten der Stefan-Morsch-Stiftung gelingt das durch aufklärende Gespräche.

Was dann folgt, tut nicht weh: Potenzielle Spender geben eine Speichelprobe ab. Der Abstrich der Mundschleimhaut wird dann im Labor untersucht, um die Gewebemerkmale zu bestimmen. Jeder kann so zum Lebensretter werden. Hilfesuchende gibt es genug: Alle 15 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose Blutkrebs, informiert die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS).

Ob und wann ein Spender ausgesucht wird, bleibt nach der Typisierung eine Überraschung. Meist kommt die Information über einen „Treffer“ per Telefon: nach wenigen Monaten, nach vielen Jahren – manchmal auch gar nicht. Dennoch sei es wichtig, sich registrieren zu lassen, heißt es von den Engagierten der Stefan-Morsch-Stiftung. Spender und Empfänger kennen sich nicht, Zusammenkünfte gibt es dennoch – aber niemals ohne Zustimmung beider Parteien. „Für uns sind das immer ganz besondere Momenten“, sagt die Typisierungskoordinatorin Elisabeth Pfaff.

Schulverantwortliche, Eltern, Schüler und Vertreter der Stefan-Morsch-Stiftung sind sich am Ende einig: Damit potenzielle Spenderinnen und Spender gefunden und Erkrankten geholfen werden kann, sind Aktionen wie die an der Carl-Fuhlrott-Realschule wichtig.

Weitere Informationen gibt es online unter www.stefan-morsch-stiftung.com.