Unfallfahrt endet in Ausnüchterungszelle

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Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Symbolfoto: Polizei
Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Symbolfoto: Polizei

Ratingen. Am Sonntagabend haben Polizeibeamte einen betrunkenen Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. Ein Zeuge hat die Polizei informiert, weil ihm die Fahrweise des 50-Jährigen aufgefallen ist. 

Gegen 22.45 Uhr war der Mann mit seinem BMW Gran Tourer laut Polizei in Schlangenlinien über die A524 gefahren. Dies war einem anderen Autofahrer aufgefallen, der daraufhin die Polizei alarmierte. Der Zeuge fuhr sodann dem BMW, als dieser die Autobahn an der Abfahrt Ratingen-Lintorf verließ, hinterher und gab den Polizisten fortlaufend den Standort des Wagens durch.

Der BMW fuhr am Lintorfer Markt gegen drei Begrenzungspoller, an der Weiterfahrt hinderte den Fahrer das nicht. Er beschleunigte seinen Wagen und fuhr in Richtung A52 davon – auf dem Weg überfuhr er eine rote Ampel. Auf dem Weg dorthin konnten die Polizeibeamten den Mann stoppen, indem sie einen Streifenwagen quer vor den BMW stellten.

Bei der Kontrolle der Personalien des Mannes stellten die Beamten fest, dass es sich bei dem Fahrer um einen 50 Jahre alten Mann handelt der derzeit in Duisburg gemeldet ist. Er roch laut Polizei „stark nach Alkohol“ und konnte sich nicht mehr deutlich artikulieren. Als die Beamten den 50-Jährigen zur Polizeiwache bringen wollten, wehrte er sich gegen diese Maßnahmen und schlug nach den Beamten. Außerdem beleidigte er sie.

Auf der Wache wurde dann bei einem Atemalkoholtest ein Wert von rund zwei Promille (1,01 mg/l) gemessen, woraufhin auch die ärztliche Entnahme einer Blutprobe angeordnet wurde. Auch hierauf reagierte der Mann aggressiv und versuchte, den behandelnden Arzt anzugreifen.

Die Trunkenheitsfahrt blieb für den aggressiven 50-Jährigen nicht ohne Folgen: Er verbrachte die Nacht zur Ausnüchterung und zur Verhinderung von weiteren Straftaten auf der Wache; das Führen von Fahrzeugen wurden ihm bis auf Weiteres untersagt.

Gegen ihn wurden mehrere Strafverfahren, unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs durch Fahren unter Alkoholeinfluss, Verkehrsunfallflucht und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Sein Fahrzeug wurde sichergestellt. Insgesamt entstand nach Angaben der Polizei ein Sachschaden in Höhe von knapp 4.000 Euro.