Klimaproteste: „Fridays for future“-Ortsgruppen demonstrieren gemeinsam

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Enge Zusammenarbeit der
Enge Zusammenarbeit der "Fridays for future"-Ortsgruppen: Der Protest am 3. Januar wird die erste kreisübergreifende Demo im Kreis Mettmann. Foto: André Volkmann

Mettmann. Am Freitag, 3. Januar, findet in Mettmann ab 15.30 Uhr ein Protestmarsch der Bewegung „Fridays for future“ statt. Die Klimaaktivisten mehrerer Ortsgruppen aus dem Kreis Mettmann rufen zu einer gemeinsamen Demonstration auf. 

Vor der Kreisverwaltung in Mettmann wollen die Klimaaktivisten aller aktiven Ortsgruppen von „Fridays for future“ gemeinsam ein Zeichen setzen. Die Aktion stehe dabei auch für den Beginn einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Ortsgruppen, heißt es von den Organisatoren der kreisweiten Aktion. Ende November fanden erstmals in Mettmann Klimaproteste im Rahmen der weltweiten „Fridays for future“-Bewegung statt.

Wenn wir die Klimakrise stoppen möchten, brauchen wir einen schnellen Umschwung aller Verantwortlichen“, so Jan-Niklas Niebisch, einer der Delegierten der FFF-Gruppe für den Kreis Mettmann. „Ansonsten haben wir keine Chance mehr auf eine Zukunft für uns und unsere Nachkommen.“ Der Schüler war es auch, der die Klimabewegung in Wülfrath initiierte.

Für die Klimaaktivisten drängt die Zeit: „Die neuen Zahlen über den Klimawandel zeigen, dass wir immer weiter in die Klimakrise hineinrutschen und es bald zu spät ist“, schreiben die Organisatoren in der Ankündigung ihrer gemeinsamen Protestaktion. Die UN-Klimakonferenz endet mit einem Minimalkonsens, den die Aktivisten als eine „Beleidigung der Klimawissenschaft“ sehen. Mit der kreisübergreifenden Demonstration solle nun der Druck erhöht werden.

Der "Schilderwald" ist bei Demonstrationen obligatorisch - auch für die Klimaprotestbewegung "Fridays for future". Foto: André Volkmann
Der „Schilderwald“ ist bei Demonstrationen obligatorisch – auch bei der Klimaprotestbewegung „Fridays for future“ ist das nicht anders. Foto: André Volkmann

Weil es nicht mehr ausreiche, kleine Klimapäckchen zu schnüren, wo große Klimapakete notwendig seien, verlangen die Klimaschützer Handlungspläne – sowohl von der Regierung als auch von den Kommunen und Kreisen.

Der Student Marek Kasper sieht eine düstere Zukunft, sofern sich nichts ändert: „Wir als Gesellschaft rennen wie die Lemminge auf eine Klippe zu. Ja, wir sind noch nicht gefallen, aber ohne einen anderen Kurs werden wir das unweigerlich tun und sehr hart aufschlagen.“

Auch die neue Kreis-Gruppe der „Fridays for future“-Bewegung arbeitet nach eigenen Aussagen an kreisweiten Forderungen, die im Kreisgebiet umgesetzt werden müssten, um auch lokal etwas für den Klimaschutz zu tun und somit die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu unterstützen.

Ihren Fokus richten die Klimaaktivisten nun auf den 3. Januar. Um 15.30 Uhr beginnt der Protest an der S-Bahn-Haltestelle „Mettmann Zentrum“ und verläuft durch das Stadtgebiet zur Kreisverwaltung und anschließend zum Jubiläumsplatz.