Wie viel wiegt das Universum? – Monatsvortrag im „Stellarium Erkrath“ am 23. Januar

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Vieles steht in den Sternen: Einige Rätsel des Weltalls haben Forscher bereits gelüftet. Foto: Symbolbild (pixabay)
Vieles steht in den Sternen: Einige Rätsel des Weltalls haben Forscher bereits gelüftet. Foto: Symbolbild (pixabay)

Kreis Mettmann. Am Donnerstag, 23. Januar, referiert Prof. Dr. Hendrik Hildebrandt von der Ruhr-Universität Bochum ab 20 Uhr Planetarium „Stellarium Erkrath“ im Bürgerhaus Hochdahl, Sedentaler Straße 105, zu dunkler Materie und ihrem Zusammenhang mit Kosmologie.

Wie viel das Universum wiegt? Macht diese Frage überhaupt Sinn? Gibt es dazu theoretische Vorhersagen, die sich mit astronomischen Beobachtungen überprüfen lassen? Diese und weitere Fragen beantwortet Prof. Dr. Hendrik Hildebrandt von der Ruhr-Universität Bochum im Rahmen des nächsten Monatsvortrags im „Stellarium Erkrath“.

Mit modernen Großteleskopen vermessen Kosmologen den Himmel und bedienen sich dabei des sogenannten schwachen Gravitationslinseneffekts. Anhand winziger Verzerrungen, die man in den Abbildungen von weit entfernten Galaxien feststellen kann, wird die mysteriöse dunkle Materie sichtbar gemacht. Daraus lässt sich die Gesamtmasse des Universums und deren Verteilung abschätzen.

Diese Messungen lassen sich mit Messungen des kosmischen Mikrowellenhintergrunds, der das Universum kurz nach dem Urknall abbildet, vergleichen. Das äußerst erfolgreiche Standardmodell der Kosmologie macht direkte Aussagen darüber, wie diese beiden Beobachtungen zusammenhängen. Neueste Resultate zeigen eine Diskrepanz zwischen diesen Methoden auf, die sich zu einem ernsthaften Problem für das Standardmodell auswachsen könnte. Eine mögliche Lösung dieses Problems wäre der Abschied von Einsteins kosmologischer Konstante und der Einführung einer sich zeitlich verändernden dunklen Energiekomponente.

Der Eintritt kostet acht Euro bzw. ermäßigt fünf Euro. Mitglieder des Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl e.V. zahlen keinen Eintritt.

Weitere Programmpunkte der Sternwarte

Am Freitag, 24. Januar, geht es ab 20 Uhr um das Weltraumteleskop „Hubble“. Der Name des Teleskops ist für viele der Inbegriff moderner Astronomie. Seit nunmehr 30 Jahren zeigt es uns in nie zuvor gesehener Qualität Sterne, Nebel und Galaxien. Selbst die Planeten des Sonnensystems wurden von Hubble untersucht.

In dieser Veranstaltung reisen Teilnehmende im Klang der Musik durch die Weiten des Alls und erleben Fotografien in leuchtenden Farben. Der Eintritt kostet neun Euro oder ermäßigt 6,50 Euro.

Eine Woche später, am Freitag, 31. Januar, erläutern Dr. Andreas Schmidt, Magdalena Kapela ab 19 Uhr die unterschiedlichen Sternbilder am Himmel. Unabhängig vom Wetter können im Planetarium Orientierung und Wiedererkennung trainiert werden. Weiterhin gibt es eine kurze Einführung zum Umgang mit Koordinatensystemen in der astronomischen Beobachtung. Die Teilnahme an der Sternbildkunde kostet 15 Euro.

Weitere Informationen und Anmeldung beim Sekretariat der Sternwarte Neanderhöhe unter der Rufnummer 02104-947666.