Lebensretter gesucht: Ratingerin benötigt nach Leukämie-Diagnose Stammzellspende

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Birgit sucht Lebensretter: Die Ratinger ist an akuter Leukämie erkrankt. Fotos: Privat / pixabay
Birgit sucht Lebensretter: Die Ratinger ist an akuter Leukämie erkrankt. Fotos: Privat / pixabay

Ratingen. Eine Ratingerin ist an einer lebensbedrohlichen akuten Leukämie erkrankt und auf eine Stammzell- oder Knochenmarktransplantation angewiesen: Am Donnerstag, 27. Februar, findet daher von 15 bis 19.30 Uhr im Haus am Turm, Angerstraße 11, eine Typisierungsaktion statt.

Eine Ratingerin ist an akuter Leukämie erkrankt und benötigt nun eine Stammzell- oder Knochenmarktransplantation. Der Aufruf des DRK-Blutspendedienstes West und der Westdeutschen Spender-Zentrale (WSZE) gilt allen. Durch eine Typisierungsaktion sollen nun geeignete Spenderinnen oder Spender gefunden werden.

Für Birgit und ihren Mann Wolfgang war die Diagnose ein Schock. Völlig unerwartet und aus heiterem Himmel seien kurz vor Weihnachten die Schmerzen gekommen, die nicht aufhören wollten. Der Gang ins Krankenhaus brachte die Diagnose, mit der niemand gerechnet hatte: akute Leukämie – eine lebensbedrohliche Erkrankung.

„Ab da hat sich unser Leben um 180 Grad gedreht“, sagt Wolfgang. „Alles was wir vor hatten, erscheint nicht mehr wichtig.“ Auf die Diagnosestellung folgte ein weiterer Schockmoment: Die Ärzte gaben Birgit nur noch eine Lebenserwartung von wenigen Wochen, wenn man nicht sofort eine erforderliche Therapie starte.

Die Ratingerin kämpft. Birgit hat mittlerweile die erste Chemotherapie gemeistert, momentan baut ihr Körper wieder langsam weiße Blutkörperchen auf. Nun ist sie auf die Hilfe anderer angeweisen: Birgit wird eine Stammzell- oder Knochenmarktransplantation benötigen.

Jeder gesunde Erwachsene kann sich registrieren lassen

Obwohl mehr als acht Millionen potenzielle Stammzellspender im zentralen Knochenmarkspender-Register (ZKRD) gespeichert sind, gibt es für viele Patienten noch immer keinen passenden Spender. Je mehr Freiwillige sich typisieren lassen, umso größer wird die Chance, für Birgit und weitere Patienten den „genetischen Zwilling“ zu finden.

Gemeinsam mit der WSZE möchte das DRK auch darauf aufmerksam machen, wie wichtig Blutspenden in der modernen Krebstherapie sind. Für Leukämiepatienten ist, wenn Bestrahlung und Chemotherapie nicht ausreichen, eine Stammzell- oder Knochenmarkspende die letzte Chance, den Blutkrebs zu besiegen.

Wer Blut spenden oder sich typisieren lassen möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und sich gesund fühlen. Als Stammzellspender kann sich jeder gesunde Erwachsene ab 17 Jahre bis 40 Jahre registrieren lassen.

Für alle, die mehr über die Blutspendetermine mit Typisierungsaktion in Wohnortnähe wissen wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr alle Fragen beantwortet. Weitere Informationen erhält man auch im Internet unter www.blutspendedienst-west.de.

Informationen zu den Themen Typisierung und Stammzell- und Knochenmarkspende finden Interessierte unter www.wsze.de oder die Tel.: 02102 – 9977472.

Da die WSZE stets auf Spendengelder zur Abdeckung der Typisierungskosten angewiesen ist, würde sich diese über finanzielle Unterstützungen freuen. Spendenkonto: IBAN: DE37 4505 0001 0100 2004 00, BIC: WELADE3HXXX, Sparkasse Hagen.