Rosenmontagszug in Wülfrath: Durch die närrischen Reihen in Rohdenhaus

1986
Die Handballer vom TBW brachten reichlich Kamelle unters Volk. Foto: Mathias Kehren
Die Handballer vom TBW brachten reichlich Kamelle unters Volk. Foto: Mathias Kehren

Wülfrath. Einmal im Jahr ist Rohdenhaus der Mittelpunkt der Stadt: Rosenmontag geht hier der Zug, der zweimal kommt.

Die Kalkstadt-Narren mit Prinzessin Danielle I. hatten gerufen, und verkleidete Menschen, groß und klein, machten sich kurz nach Mittag auf den Weg zur Wanderung nach Rohdenhaus.

Oder bei diesem Wetter gerne auch mit dem Auto oder dem Bus. Grau in Grau der Himmel, leichter Regen, ein paar Böen, aber kein Vergleich zu Sonntag, als Sturm und Regen zu zahlreichen Absagen führten.

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Da haben sie nochmal Glück gehabt, die Kalkstadt-Narren. Um 14.30 Uhr konnten die 20 Wagen und Fußgruppen auf dem Parkplatz mit der Aufstellung beginnen. Und dann ging es los um 15.11 Uhr, ab durch die närrischen Reihen in Rohdenhaus.

Pünktlich, als hätte er bis zum Startschuss gewartet, setzte Sprühregen ein. Prinzessin Danielle vorneweg im Cabrio. Das Stadtorchester Mettmann im Wagen dahinter sorgte – vor Regen geschützt – für die Musik auf dem Weg durch die Zuschauerscharen.

TBW-Helau präsentierte sich in Weiß und Blau, wie auch anders. Die Motorsportfreunde aus dem Neandertal haben die Entwicklung der Evolution erkannt: Von der gebückten Haltung über den aufrechten Gang bis hin zum Auto – als Höhepunkt der Evolution – und wieder zurück…

Die Damen von “Cremé de la Wü” sind diesmal als rosa Sahneschnittchen unterwegs, Düssel grüßt den Rest der Welt, die Feuerwehr mahnt: “Stell dir vor, es brennt und keiner löscht…”, und ruft zum Mitmachen auf.

“Gelöscht” wird unterdessen im und nach dem Zug, am Heim der Kalkstadt-Narren, im Paul-Ludowigs-Haus, im Quartier der “Kalkstädter” und in den Kneipen in der Stadt.

Für das Wetter galt letztlich: Schön ist anders. Aber immer noch besser als gar kein Zug.