Der Blues kehrt zurück nach Mettmann: Traditionsfestival am 20. März

597
Der Brite Kris Dollimore ist seit elf Jahren als Solo-Künstler unterwegs - so auch auf dem Bluesfestival in Mettmann. Fotorechte: Künstler
Der Brite Kris Dollimore ist seit elf Jahren als Solo-Künstler unterwegs - so auch auf dem Bluesfestival in Mettmann. Fotorechte: Künstler

Mettmann. Am Freitag, 20. März, findet in Mettmann zum fünften Mal das Bluesfestival statt. Los geht es um 20 Uhr in der Aula des Konrad-Heresbach-Gymnasiums, Laubacher Straße 13. Tickets sind erhältlich.

Der Blues hat Tradition in Mettmann. Hinter dem Festival steckt eine langjährige Geschichte, die Anfang der 1980er ihre Anfänge hat. Wolfgang Pieker war es, der hochkarätige Blueskünstler in die Kreisstadt holte, darunter Größen wie Dave Kelly (Blues Band), Dave Peabody (mehrfacher British Blues Award Gewinner), Geraint Watkins (u.a. Dave Edmunds, Status Quo, Van Halen, Shakin‘ Stevens). Auch Ben Waters gehörte zu jenen Musikern, die bereits in jungen Jahren in Mettmann gastierten.

Nach dem Tod von Wolfang Pieker führt sein Sohn Benjamin – unter Mitwirkung der städtischen Kulturabteilung – die Tradition fort. Er sorgt dafür, dass der Blues in Mettmann sein „Zuhause“ behält. Am 20. März findet das Bluesfestival zum fünften Mal statt – dann erneut mit einem abwechslungsreichen musikalischen Programm, das sich, so Benjamin Pieker, „internationaler darstellt als jemals zu vor“.

Hochkarätige Blues-Musiker zu Gast

Drei namhafte Blues-Musiker gastieren zum „kleinen Jubiläum“ des Traditionsfestivals in Mettmann: Kris Dollimore, Diz Watson und Kent DuChaine.

Der Brite Kris Dollimore stammt ursprünglich aus der Punk-Musik und hatte mit Bands wie The Damned, The Godfathers oder mit Teilen der Ramones große Erfolge. In dieser Zeit spielte er häufig mit Vom Ritchie, dem heutigen Drummer der Toten Hosen, in den gleichen Formationen und der heutige Wahldüsseldorfer ist oft auf Konzerten seines alten Freundes zu finden, wenn er in Mettmann oder Umgebung auftritt. Seit elf Jahren ist Dollimore als Solo-Künstler weltweit unterwegs; seine ersten drei Solo-Alben wurden von der britischen wie auch von der internationalen Fachpresse gefeiert.

Ebenfalls auf der Bühne stehen wird mit Diz Watson ein klassischer „Boogie Woogie“- und „New Orleans Style“-Pianist. Jahrelang war er als Support von Legende Dr. John unterwegs. Nicht nur Dr. John wusste die Qualitäten von Watson zu schätzen, sondern auch andere erfolgreiche Künstler wie Alexis Korner, die Rolling Stones oder Chas and Dave.

Diz Watson gastiert mit seinem unverkennbaren Stil auf dem Blueskonzert in Mettmann. Bildrechte: Künstler

„Als einziger Pianist in dem illustren Aufgebot des Bluesfestivals wird Diz Watson sicherlich einen genialen, aber nicht weniger virtuosen Kontrapunkt zu den anderen Künstlern setzen“, freut sich Festival-Organisator Benjamin Pieker.

Als „Top of the bill“ tritt der US-Amerikaner Kent DuChaine auf dem Mettmanner Bluesfestival auf. Immer mit dabei: seine Steel-Gitarre aus den 1930ern – Leadbessie.

Kent DuChaine und Leadbessie touren gemeinsame und traten dabei schon in frühen Jahren mit Blueslegenden wie Bukka White „Howlin'“ Wolf und vielen anderen auf. „In Mettmann hat er – wie auch die anderen Künstler – eine lange Tradition und kommt zum Glück immer wieder gern aus den Staaten rüber“, so Pieker.

Kent DuChaine und seine "Leadbessie" touren durch Mettmann. Bildrechte: Künstler
Kent DuChaine und seine „Leadbessie“ touren durch Mettmann. Bildrechte: Künstler

Für Kent DuChaine wird der Bühnenauftritt beim Bluesfestival nicht sein einziger Gig in Mettmann sein. Am selben Tag, 20. März, tritt DuChaine bereits am Nachmittag ab 16 Uhr im Café-Restaurant Vier Jahreszeiten im Seniorenpark Carpe Diem, Seibelstraße 3, auf.

Um das fünfjährige Bestehen des Bluesfestivals zu feiern, wird es für das Publikum „als besonderes Extra und Dankeschön für die Treue und die Unterstützung“ eine Tombola geben, kündigt Benjamin Pieker an. Besucher können viele Preise diverser Künstler aus über 30 Jahren Blues in Mettmann gewinnen.

Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 21 Euro bzw. ermäßigt 16 Euro und sind unter anderem im Wyndham Garden Hotel an der Peckhauser Straße oder online unter www.rogschticket.de erhältlich. Auch an der Abendkasse vor Ort wird es Tickets geben, dann zum Preis von 25 Euro (ermäßigt 20 Euro).