Drogen und Waffen: Vekehrskontrolle endet für Mofa-Fahrer im Polizeigewahrsam

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Diese beiden Gewehre stellte die Polizei in der Wohnung des Mannes sicher. Foto: Polizei
Diese beiden Gewehre stellte die Polizei in der Wohnung des Mannes sicher. Foto: Polizei

Kreis Mettmann. In Monheim am Rhein haben Polizisten einen Mofafahrer festgenommen, bei dem es sich mutmaßlich um einen Drogendealer gehandelt haben sollen. Zudem wurden Drogen, Bargeld und zwei Gewehre sichergestellt.

Laut Polizei gegen 17.40 Uhr war Beamten aus dem Wach- und Wechseldienst im Rahmen ihrer Streifenfahrt durch Monheim am Rhein an der Krischerstraße ein Mofa-Fahrer aufgefallen, der mit quietschenden Reifen und überhöhter Geschwindigkeit durch einen Kreisverkehr gefahren war. Daraufhin stoppten die Beamten den Mann auf dem Mofa und kontrollierten ihn.

Der Mann gab zunächst vor, sich nicht durch einen Personalausweis ausweisen zu können. Auch hatte er weder einen Führerschein, noch eine Prüfbescheinigung zum Führen eines Mofas bei sich. Außerdem nahmen die Beamten einen intensiven Cannabisgeruch bei dem Mann wahr, woraufhin sie vor Ort einen Drogenschnelltest durchführten. Dieser war positiv auf THC und Amphetamine. Zudem stellten sie in der Jacke des Mannes mehrere Druckverschlusstütchen mit Cannabis sowie einen italienischen Ausweis sicher. Bei der Kontrolle des Ausweises stellte sich heraus, dass dieser gefälscht war. Außerdem ergab sich vor Ort der Verdacht, dass das Mofa getunt wurde und keinen Versicherungsschutz hatte.

Die Folgen für den Mann: Er musste zunächst mit zur Polizeiwache, wo zur Beweissicherung die ärztliche Entnahme einer Blutprobe angeordnet und durchgeführt wurde. Zudem wurde sein Mofa sichergestellt. Da auf der Wache die Identität des Mannes immer noch nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte, brachten die Polizeibeamten den Mofa-Fahrer im Anschluss zu einer von ihm angegebenen Wohnanschrift in Monheim, wo er sich laut eigenen Angaben mit seinem echten Personalausweis ausweisen könne.

Als der Mann die Wohnung an der Schöneberger Straße betrat, wehte den Polizeibeamten erneut ein intensiver Geruch nach Cannabis entgegen, woraufhin sie sich per Eilantrag einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung besorgten.

Wohnungsdurchsuchung führt zu weiteren Funden

Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden die Beamten dann fündig: So stellten sie mehrere Tütchen mit einer weißen pulvrigen Substanz sicher, bei der es sich höchstwahrscheinlich um Amphetamin handelt. Zudem stellten sie eine geringe Menge Cannabis, diverse Rohlinge für EC-Karten, mehrere Gegenstände für den Konsum von Marihuana sowie insgesamt 500 Euro Bargeld sicher.

Eine besondere Entdeckung machten die Polizeibeamten dann in einem Wandschrank, wo der Mann eine abgesägte Schrotflinte, ein Luftgewehr und insgesamt sechs Handys versteckt hatte. Zudem konnten die Polizeibeamten in der Wohnung des Mannes auch endgültig dessen Identität klären: Bei ihm handelt es sich um einen 45 Jahre alten Mann aus Italien, der jedoch in Deutschland nicht offiziell gemeldet ist.

Die Konsequenzen für den 45-Jährigen: Er musste erneut mit zur Wache und die Nacht im Polizeigewahrsam verbringen. Er wurde am heutigen Donnerstag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft entlassen. Gegen ihn wurden gleich mehrere Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen des illegalen Handels mit Cannabis und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.