Langenfeld: DNA-Spuren überführen Serien-Handtaschenräuber

95
Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen. Symbolbild: Polizei
Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen. Symbolbild: Polizei

Kreis Mettmann. Die Polizei in Langenfeld hat eine Handtaschen-Raubserie aufgeklärt. Der Täter, ein 41-Jähriger Drogenkonsument, sitzt laut Polizei in Untersuchungshaft.

Im November des vergangenen Jahres registrierte die Polizei in Langenfeld insgesamt sieben Raubdelikte, bei denen stets Seniorinnen im Visier des zu der zeit unbekannter Täters standen. Dabei wurden durch einen Einzeltäter bis zu 92 Jahre alten Seniorinnen die Handtaschen gewaltsam entrissen; mehrere Geschädigte kamen zu Fall und zogen sich Schürfwunden und Prellungen zu – eine ältere Dame erlitt bei einem Überfall eine schwere Gesichtsverletzung.

Die Polizei ermittelte unter Hochdruck und hoffte auf Hinweise aus der Bevölkerung. Eine Plakat-Aktion und die Auslobung einer Belohnung in Höhe von 1.000 Euro durch die Staatsanwaltschaft Düsseldorf, führte nicht zu einem Festnahmeerfolg. Allerdings meldete sich eine weitere Seniorin, die angab, überfallen worden zu sein. Damit wuchs die Serie auf insgesamt acht Taten an.

Am 28. November kam dann die Wende in dem Fall. Polizeibeamte nahmen in der Langenfelder Innenstadt einen Mann fest, auf den die Beschreibungen passten. „Er wurde seinerzeit vorläufig festgenommen und rückte in den Fokus der Ermittlungen – er stritt jedoch jegliche Beteiligung an den Handtaschenrauben ab“, so die Kreispolizeibehörde.

DNA-Spuren überführten den Mann als Täter. Es handelt sich bei ihm um einen 41-Jährigen aus Langenfeld, der laut Polizei einschlägig vorbestraft und der Behörde zudem als Drogenkonsument bekannt ist. Der Langenfelder hatte bereits eine sechsjährige Haftstrafe wegen einer ähnlich gelagerten Raubserie aus dem Jahr 2010 verbüßt.

Der 41-Jährige wurde am Mittwoch auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf festgenommen und sitzt nun, auf richterlichen Beschluss, in Untersuchungshaft. Er müsse nach einer richterlichen Verurteilung mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen, so die Kreispolizeibehörde.