Wülfrath: Corona-Fälle in der Bergischen Diakonie Aprath +++ Personal in Quarantäne

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Im Haus Karl Heinersdorff der Diakonie Aprath gibt es mehrere Coronavirus-Erkrankungen. Foto: pixabay
Im Haus Karl Heinersdorff der Diakonie Aprath gibt es mehrere Coronavirus-Erkrankungen. Foto: pixabay

Wülfrath. Im Altenhilfe-Verbund der Bergischen Diakonie ist bei einem dritten Bewohner eine Covid-19 Erkrankung festgestellt worden. Alle drei Erkrankten leben im geschlossenen gerontopsychiatrischen Wohnbereich des Hauses Karl Heinersdorff.

Drei Bewohner der Einrichtungen der Bergischen Diakonie Aprath sind an Covid-19 erkrankt, so der Stand am Dienstagnachmittag. Alle leben im geschlossenen gerontopsychiatrischen Wohnbereich des Hauses Karl Heinersdorff. Aufgrund von vorherigen Krankenhausaufenthalten kann nicht ermittelt werden, wo die Ansteckung stattgefunden hat, informiert die Bergische Diakonie. Zwei der Betroffenen sind nach stationärem Aufenthalt im Krankenhaus wieder in die Einrichtung entlassen worden.

Alle Erkrankten zeigen bislang einen eher milden Verlauf der Erkrankung. Die Angehörigen aller Bewohnerinnen und Bewohner aus dem betroffenen Wohnbereich wurden am Wochenende telefonisch über die Situation informiert.

Gesundheitsamt ordnet für Personal Quarantäne an

Zwölf Mitarbeitende haben auf Anordnung des Gesundheitsamtes ihren Dienst eingestellt und befinden sich in häuslicher Quarantäne. „Die entstehenden personellen Lücken werden vom Pflegeteam des Wohnbereichs mit persönlichem Engagement und dem Einsatz von Mehrarbeit getragen“, heißt es vonseiten Bergischen Diakonie.

Pflegekräfte aus anderen Einrichtungen der Diakonie leisten Unterstützung, um die Versorgung sicherstellen zu können. Im gesamten Wohnbereich gelten besondere Sicherheitsvorkehrungen. Das Personal wird weitestmöglich geschützt: „Die Pflegekräfte arbeiten mit persönlicher Schutzausrüstung, um die Möglichkeiten weiterer Infektionen bestmöglich einzugrenzen“, heißt es von Unternehmenssprecherin Renate Zajani. Die Einrichtung stehe zudem im engen Austausch mit der Heimaufsicht und den zuständigen Gesundheitsämtern.

Genügend Schutzausrüstung ist in dem betroffenen Wohnbereich – dort leben insgesamt 38 Bewohner – vorhanden, teilt die Bergische Diakonie mit. Unterstützung bei der Beschaffung sei von der Abteilung Bevölkerungsschutz des Kreises Mettmann gekommen.

„Da wir in unseren Einrichtungen fast ausschließlich Hochrisikopatienten haben, ist es von existenzieller Notwendigkeit, dass Pflegeeinrichtungen mit ausreichend Schutzkleidung versorgt werden“, so Sylvia Broekmann, Bereichsleiterin des Altenhilfe-Verbundes. „Um die Versorgung aufrechtzuerhalten brauchen wir diesen Schutz für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und für unsere Pflegekräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unterstützenden Diensten.“