SKFM: Beratung in der Familienkrise oder einfach nur mal töttern

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Der SKFM Velbert/Heiligenhaus informiert. Foto: SKFM
Der SKFM Velbert/Heiligenhaus informiert. Foto: SKFM

Velbert. In der Corona-Zeit müssen die Menschen möglichst Zuhause bleiben. Der SKFM bietet Beratung für Familien, Alleinstehende und Jugendliche, die Sorgen und Nöte haben. Wer sich einfach mal unterhalten möchte kann zwischen 14 und 16 Uhr beim Tötter-Telefon anrufen.

Ob junger oder älterer Mensch, ob Familie oder Single – wenn es in diesen ungewöhnlichen Zeiten etwas gibt, das den Menschen Sorgen bereitet, dann ist die Kontaktaufnahme zum SKFM ein erster Schritt zur Hilfe. Die sonst persönliche Beratungsarbeit der Stadtteilzentren kann in vielen Fällen auch ausnahmsweise telefonisch erfolgen, denn die Stadtteilzentren im Offenen Bürgerhaus BiLo in Birth und am Kostenberg sind mit den Mitarbeiter besetzt und sind damit erreichbar. Dies gilt auch für die Jugendberatung, die Pflege- und Wohnberatung, sowie für das Kinder- und Jugendzentrum.

Solidarität, Flexibilität, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein sind heute wichtiger denn je – und so haben sich die Mitarbeiter für jeden Bereich überlegt, wie sie Kontakt halten und helfen können. So werden z.B. viele der Seniorinnen und Senioren, die normalerweise Gäste bei den Angeboten und Veranstaltungen sind, angerufen und gefragt, wie es ihnen geht, ob sie Unterstützung benötigen oder ob sie gerne regelmäßig weiterhin angerufen werden möchten. Für die älteren Menschen ist zudem ein „Tötter-Telefon“ eingerichtet, das zwischen 14 und 16 Uhr besetzt ist – wer momentan viel Zeit alleine verbringt und sich ein bisschen Unterhaltung wünscht, einfach nur mal ein bisschen reden möchte, kann sich hier melden (Tel. 02051/2889-344 West und 02051/2889-316 BiLo).

Manchmal reicht aber ein Telefongespräch nicht aus, dann machen sich die Mitarbeiterinnen auch auf den Weg zu persönlichen Gesprächen zu einem Hausbesuch oder laden zu einem Einzeltermin ins Stadtteilzentrum ein – dies gilt nicht nur für ältere Menschen, denn natürlich wird auch an Familien und Kinder sowie Jugendliche gedacht. So gibt es eine Familien-Hotline (Tel. wie oben), die von Montag bis Freitag zwischen 10 und 12 Uhr erreichbar ist. Bei allen Fragen rund um die Familie haben die Mitarbeiterinnen ein offenes Ohr und vereinbaren auch hier nötigenfalls zusätzliche persönliche Termine.

Auch die Jugendberatung des SKFM für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist erreichbar (Tel. 02051/2889-333) und hilft weiter, gerade wenn jetzt wegen der Schulschließungen Fragen hinsichtlich Schule, Ausbildung & Co. auftauchen. Die Telefon-Hotlines werden von den Bürgerinnen und Bürgern sehr dankbar angenommen, was die stetig steigende Zahl von Anrufen in den Stadtteilzentren belegt. Insbesondere jüngere Kinder und Jugendliche leiden jedoch derzeit auch darunter, dass das Kinder- und Jugendzentrum im BiLo per Erlass mindestens bis zum 19. April geschlossen ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit „ihren“ kleinen und großen Gästen über die sozialen Medien in Kontakt und bereiten der Fangemeinde auf diese Weise die eine oder andere kleine Überraschung. Geplant ist zudem, dass die zweiwöchige Schließzeit in den Sommerferien in diesem Jahr ausgesetzt wird, damit das Kinder- und Jugendzentrum während der kompletten Ferien geöffnet bleiben kann, unter Umständen sogar zusätzlich mit erweiterten Öffnungszeiten. Der SKFM hofft natürlich ebenso wie alle anderen, dass schon bald alle Angebote und Veranstaltungen für Jung und Alt wieder wie gewohnt stattfinden können und alle Menschen aus den Stadtteilen wieder gemeinsam an den gewohnten Orten eine schöne Zeit miteinander verbringen können. Bis es soweit ist, geht man andere gute, hilfreiche, manchmal ungewöhnliche Wege, um den Menschen Hilfe und Unterstützung zusichern zu können oder auch um „einfach mal nur zu töttern“.