Neuer Glanz für alte Räume: Niederbergisches Museum nutzt Corona-Pause für Renovierung

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Neuer Boden inklusive: Der renovierte Herminghaus-Raum. Foto: Niederbergisches Museum
Neuer Boden inklusive: Der renovierte Herminghaus-Raum. Foto: Niederbergisches Museum

Wülfrath. Früher als ursprünglich geplant sind die Räume im Niederbergischen Museum renoviert worden. 

Durch die verordnete Schließung des Niederbergischen Museums konnten für die Sommerferien geplante Renovierungsarbeiten vorgezogen werden. Der Vorstand des Trägervereins plante dazu kurzfristig um. In einer gemeinsam abgestimmten Aktion wurden Räume, Schränke und Regale leer geräumt, auch der Handwerksbetrieb zog mit – und so erfuhren in den vergangenen zwei Wochen mehrere Räume ihre Erneuerung.

Im Empfangsraum des Museums – der zugleich der Festsaal für Trauungen ist – wurde ein neuer Boden gelegt. Der mit Originalmöbeln aus dem vorletzten Jahrhundert eingerichtete Saal, der Herminghaus-Raum, wirkt nun eleganter und versetzt den Besucher in die Wohnkultur des gehobenen Bürgertums des 19. Jahrhunderts. Daneben wurden die in die Jahre gekommenen Böden in der Bauernstube und die Diele im Obergeschoß erneuert.

Präsenzbibliothek ebenfalls fertig

Mit der Renovierung des Herminghaus-Raums kann nun auch eine weitere Ergänzung im Angebot der Museumsarbeit des Trägervereins der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden: „Wer Lust hat, intensiver in die Stadtgeschichte Wülfraths, der Gründung von Handwerks- und Industrieunternehmen, vom Vereinsleben und dem Wirken bekannter Personen einzutauchen, kann dies in der neu errichteten Präsenzbibliothek tun“, lockt Karin Fritsche, Geschäftsführerin des Trägervereins.

Ein gemütliches Sofa lädt zum Verweilen und Schmökern ein. Die Bibliothekssammlung umfasst über 200 Hefte, Bücher und Aufzeichnungen der Entwicklungsgeschichte Wülfraths, alle Werke wurden nach Sachgebieten übersichtlich gegliedert.

Weil noch Platz vorhanden ist, können weitere Werke einziehen: „Es wäre nun schön, wenn einmal in der hauseigenen Bibliothek, in Kellernischen oder in Truhen auf dem Dachboden nach Dokumenten geschaut würde“, ruft Karin Fritsche auf. Interessant sei alles, was die Historie von ehemaligen Firmen und Geschäften beleuchtet oder sich um Vereine, Jubiläen und Ehrungen dreht. Die Fundstücke können der Bibliothek des Niederbergischen Museums dann zur Verfügung gestellt würden.

Zu erreichen ist das Niederbergische Museum in Corona-Zeiten unter der Telefonnummer  02058 782 66 90 oder der per E-Mail an niederbergischesmuseum@gmx.de.