Verstärkte Polizeikontrollen über Ostern: Motorradfahrer im Visier

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Die Polizei wird Schwerpunktkontrollen an den Motorrad-Hotspots durchführen. Foto: Polizei
Die Polizei wird Schwerpunktkontrollen an den Motorrad-Hotspots durchführen. Foto: Polizei

Mettmann. Die Kreispolizeibehörde in Mettmann kündigt verstärkte Verkehrskontrollen am Osterwochenende an.

Am Osterwochenende werden frühlingshafte Temperaturen erwartet. Die Polizei rechnet daher mit einem erhöhten Aufkommen von Motorradfahrern. Diese stehen im Fokus der Kontrollmaßnahmen der Kreispolizeibehörde über die Ostertage.

Die Verkehrsdirektion wird dazu neben mobilen Geschwindigkeitsmessgeräten auch Einsatzkräfte auf Polizeimotorrädern einsetzen, um die Verkehrssituation zu überwachen. Zudem wird die Kreispolizei auch wieder ihr „ProVida-Krad“ nutzen. Mit diesem umgerüsteten zivilen Motorrad können Geschwindigkeitsüberschreitungen während der Fahrt festgestellt und obendrein Videoaufnahmen angefertigt werden.

Mehrere tödlich verunglückte Motorradfahrer in NRW

Bis Mittwochmittag hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen insgesamt bereits sieben Unfälle registriert, bei denen Motorradfahrer tödlich verunglückten – fünf alleine in dieser Woche, so die Kreispolizeibehörde. Dazu zählt auch der tragische Unfalltod eines erst 20 Jahre alten Motorradfahrers aus Ratingen, der am Dienstag bei einem Verkehrsunfall an der Mülheimer Straße in Ratingen auf tragische Weise ums Leben kam.

Die Polizei wird im gesamten Kreisgebiet kontrollieren, schwerpunktmäßig zudem an Hotspots von Motorradfahrern, darunter auch die „Müllermilchkurve“ auf der Kuhlendahler Straße in Velbert-Neviges. „Die Landstraße ist vor allem bei Motorradfahrern und -fahrerinnen als kurvenreiche Strecke für Ausfahrten beliebt und war in der Vergangenheit leider öfter Schauplatz von teilweise schweren Unfallereignissen“, so die Polizei.

Zuletzt hatte dort am 17. März ein 20-Jähriger nach einem waghalsigen Manöver die Kontrolle über sein Motorrad verloren und einen Unfall verursacht, bei dem insgesamt drei Motorradfahrer zum Teil schwer verletzt wurden.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation weist die Kreispolizeibehörde darauf hin, dass Touren mit dem Motorrad derzeit zwar nicht verboten sind, sie aber aufgrund des gesteigerten Infektionsrisikos dem, so die Polizei, „Geist der Corona-Schutzverordnung widersprechen“.

Die polizeiliche Botschaft lautet daher ganz klar: „Es ist aktuell nicht angebracht, Motorradtouren zum reinen Vergnügen zu unternehmen!“