Caritas-Wohnraum-Management will Mietern und Vermietern Sicherheit geben

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Das Caritas-Wohnraumanagement soll Mieter und Vermieter zusammenbringen. Foto: pixabay
Das Caritas-Wohnraumanagement soll Mieter und Vermieter zusammenbringen. Foto: pixabay

Mettmann. Als Partner der NRW-Initiative „Endlich ein Zuhause“ bringt das neu geschaffene Wohnraum-Management der Caritas im Kreis Mettmann Wohnungssuchende und Anbieter von Wohnraum in Mettmann, Haan und Erkrath zusammen.

Neben einer regelmäßigen Mahlzeit gehört ein Dach über dem Kopf zu den selbstverständlichsten Grundrechten einer zivilisierten Gesellschaft. Trotzdem wurden im vergangenen Jahr in NRW weit mehr als 40.000 Wohnungslose gezählt, viele davon im Kreis Mettmann, heißt es vonseiten des Caritas-Verbandes.

Das Caritas-Wohnraum-Management soll nun denen helfen, die schon länger auf der Straße leben, aber auch jenen, die vom Verlust ihrer Wohnung bedroht sind. „Durch die enge Kooperation mit privaten wie gewerblichen Vermietern wird es möglich, dass viele erstmals seit Jahren wieder einen eigenen Wohnungsschlüssel in der Hand halten können und andere ihre Wohnung gar nicht erst verlieren“, erläutert Marlene Biernat von der Caritas ihren Auftrag.

Private Vermieter haben Angst vor Unsicherheiten

Marlene Biernat ist gelernte Immobilienfachwirtin und beim Caritas-Verband für das Gelingen der Landesinitiative gegen Wohnungslosigkeit verantwortlich. Angebunden an die Caritas-Wohnungslosenhilfe in der Lutterbecker Straße ist Biernat das Bindeglied zwischen der Wohnraumwirtschaft und den Sozialarbeitern der Wohnungslosenhilfe. Ihr Büro hat sie zentral in der Caritas Kreisverwaltung.

„Während in der Fachberatung die Betroffenen lebenspraktische Hilfe erfahren, bin ich Ansprechpartner für Vermieter, gehe aber auch aktiv auf einzelne Hausbesitzer oder Wohnungsbaugesellschaften zu und mache das neue Konzept bekannt“, schildert die 33-Jährige ihre Vorgehensweise, um Menschen aus der Wohnungslosigkeit in eine eigene Wohnung, in ein echtes Zuhause, zu vermitteln.

Besonders geht es der Caritas darum, privaten Vermietern die Angst zu nehmen ein vermeintlich unsicheres Mietverhältnis einzugehen. Denn der Wohlfahrtsverband fungiert nun als Ansprechpartner für alle Belange. Ergänzt wird die Landesinitiative durch die fachliche Beratung und Unterstützung von Alexander Lajios. Der Diplom-Sozialarbeiter und Sozialpädagoge sorgt gemeinsam mit dem Team der Caritas-Wohnungslosenhilfe für gute Vorbereitung und intensive Betreuung der künftigen Mieter.

Risiko für Wohnungslosigkeit im Kreis Mettmann hoch

Der Kreis Mettmann steht auf Platz drei einer ruhmlosen NRW-Statistik, informiert die Caritas. Kaum anderswo sei demnach das Risiko größer, wohnungslos zu werden und es zu bleiben. „Das darf nicht so bleiben“, findet Thomas Rasch, Bereichsleiter bei der Caritas und ergänzt: „Es ist wichtig, bereits frühzeitig unterstützend einzugreifen, etwa durch präventive Angebote und Hilfen wie ambulant betreutes Wohnen, Fachberatung, gemeinsame Budgetverwaltung und weitere Angebote.“

Auch das leisten Wohnungslosenhilfe und Wohnraum-Management. Gemeinsam mit den Betroffenen entwickeln Fachleute verschiedener Professionen Strategien den drohenden Wohnungsverlust zu vermeiden.

Ist es zur Wohnungslosigkeit gekommen, ist es schwer da wieder herauszukommen. Das Caritas-Projekt spricht unser aller gesellschaftliche Verantwortung an, insbesondere die der Wohnungsunternehmen. „Je enger die Zusammenarbeit, umso größer die Vorteile“, ist Biernat überzeugt. Schließlich würden Mietausfälle und Räumungen Kosten verursachen, die Zusammenarbeit im Rahmen der Landesinitiative hingegen schaffe zufriedene Vermieter und gebe den Menschen wieder ein Stück Würde zurück, findet die Caritas und lädt zum Dialog ein.

Alle, die mehr über das Wohnraum-Management der Caritas und über die Landesinitiative „Endlich ein Zuhause wissen möchten“, können gerne Kontakt aufnehmen und sich ganz unverbindlich informieren: Marlene Biernat, Telefon: 0 21 04  92 62 95; Mobil: 01 72 - 578 90 23; E-Mail: wohnraummanagement@caritas-mettmann.de.