FDP zur Schließung am Klinikum: Großer Rückschritt für die Region

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Am Mittwochabend kam es zu einem Feuerwehreinsatz am Klinikum Niederberg Archivfoto: Mathias Kehren

Velbert/Heiligenhaus. Die FDP Heiligenhaus kämpft für Fortführung der intensivmedizinischen Betreuung von Früh- und Neugeborenen am Helios Klinikum Niederberg. Sie schreibt in einer Mitteilung:

Die FDP Heiligenhaus ist bestürzt zu hören, dass im Helios Klinikum Niederberg die Abteilung Neonatologie geschlossen werden soll. Daher haben wir die Initiative ergriffen und in einem Brief an den Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Herrn Karl-Josef Laumann, darum gebeten, diese Entscheidung, die durch die vorherige Landesregierung getroffen wurde, zu überdenken und dem Helios Klinikum Niederberg die Möglichkeit zu eröffnen, die Abteilung fortführen zu können, so der Parteivorsitzende Volker Ebel.

Das Helios Klinikum Niederberg in Velbert ist auf dem Gebiet der Neonatologie sehr renommiert und überregional anerkannt. Für die werdenden Eltern von ca. 1.400 Neugeborenen pro Jahr steht das Helios Klinikum für eine ausgezeichnete Abteilung für Geburtshilfe. Nicht nur können die werdenden Eltern ihr Kind / ihre Kinder in einer familiären Atmosphäre in ihrem Kreis begrüßen, sondern sie haben dazu auch noch die Sicherheit, dass ihr Kind / ihre Kinder, sollte es zu Komplikationen kommen, umgehend die bestmögliche medizinische Versorgung bekommen, die sie benötigen.

Gerade im Bereich der intensivmedizinischen Behandlung von Frühchen und Neugeborenen zählt jede Minute. Jessica Denné-Weiß, Mitglied der FDP Fraktion in Heiligenhaus führt aus, dass der aktuell umzusetzende Krankenhausrahmenplan eine Fahrzeit von 45 Minuten als akzeptabel nennt, das halten wir als FDP für untragbar.

Eine Rückstufung des Helios Klinikums Niederberg von einem Perinatalzentrum II auf ein Krankenhaus mit einer Grundausstattung für Geburtshilfe würde für die gesamte Region einen herben Rückschritt bedeuten, der sehr wahrscheinlich dazu führen wird, dass sich Eltern nicht mehr für das Helios Klinikum entscheiden werden, sondern in umliegende Krankenhäuser ausweichen.

In unserem Schreiben fordern wir daher Herrn Minister Laumann auf, die Entscheidung der vorherigen Landesregierung gegen die Neonatologie Abteilung des Helios Klinikums Niederberg in Velbert zu überdenken und den Experten dort die Chance zu geben ihr Konzept vorzustellen, wie die Abteilung zukunftsfähig weiter geführt werden kann, erklärt FDP Chef Ebel abschließend.

Damit wir unseren Kindern auch morgen noch einen gesunden und guten Start ins Leben ermöglichen können, auch wenn es mal zu „Startschwierigkeiten“ kommen sollte, ergänzt Fraktionsmitglied Denné-Weiß.