Kreisjägerschaft mahnt: Hunde und Mähmaschinen gefährden Rehkitze

126
Dieses Kitz wurde in der vergangenen Woche in Neviges von einer zur Kitzrettung eingesetzten Drohne entdeckt. Foto: U. Brücher
Dieses Kitz wurde in der vergangenen Woche in Neviges von einer zur Kitzrettung eingesetzten Drohne entdeckt. Foto: U. Brücher

Kreis Mettmann. Viele Jäger in der Kreisjägerschaft Düsseldorf und Mettmann investieren in diesen Tagen ihre Zeit, um junge Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren.

Häufig suchen sich die Ricken zur Ablage ihrer Jungen das schützende hohe Gras der Grünlandflächen. Wenn für die Landwirte nun die Mahd ihrer Wiesen ansteht, droht dem Rehnachwuchs der grausame Tod in den Mähbalken der schnellen, modernen Maschinen. 

Von verantwortungsbewussten Landwirten rechtzeitig informiert, gehen die Jäger nun mit ihren ausgebildeten Hunden wenige Stunden vor der Mahd auf die Suche nach den Kitzen. Gefundene Jungtiere werden vorübergehend unter Körben geschützt, auf die der Maschinenführer durch Fahnen aufmerksam gemacht wird. Mehr und mehr setzt sich die Suche mit Drohnen, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind, durch. Auf diese Weise können viele Kitze gerettet werden.

Kaum zu retten aber sind die Rehjungen, wenn sie von Hunden aufgespürt werden. „Für die Kitze ist auch der Biss kleinerer Hunde tödlich“, mahnt die Kreisjägerschaft. Hundehalter und Spaziergänger sollten daher auf den offiziellen Wegen bleiben und die Grünlandflächen der Landwirte nicht als Spielwiese oder Übungsterrain für ihre Hunde missverstehen. „Macht sich ein Hund über Wild her, muss sich der Halter gegebenenfalls der Wilderei verantworten“, informiert Susanne Bossy, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Kreisjägerschaft.