Haus für Wülfrather Vereine: Probebetrieb vorgeschlagen

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Fotoshooting vor dem "WIR"-Haus: Wülfrather Vereine wollen das ehemalige VHS-Haus in Wülfrath nutzen. Foto: WIR.

Wülfrath. Nach den Sommerferien möchte die Initiative „WIR – Wülfrather Ideen Räume“ einen Probebetrieb in dem ehemaligen VHS-Haus an der Wilhelmstraße 189 starten. Die Voraussetzung dafür soll der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung an diesem Dienstag, 16. Juni, 17 Uhr, Sporthalle Goethestraße, schaffen.

Die Verwaltung schlägt Ausschuss und Rat vor, dass das Projekt der Initiative WIR, das Gebäude Wilhelmstraße 189 einer anteiligen Nutzung durch Wülfrather Vereine zuzuführen, zu unterstützen. Dafür soll eine zwei- bis dreijährige Pilotphase ermöglicht werden. Die Verwaltung soll darüber hinaus beauftragt werden, „die Nutzung durch Wülfrather Vereine im Antrag auf Fortschreibung des Stadtentwicklungsprogramms (STEP) zu berücksichtigen“.

Am Samstag hatte „WIR“-Vertreter der Ratsfraktionen zum „Projekt-Haus“ eingeladen, um gegebenenfalls offene Frage zu erörtern, die Hintergründe eines Pilotbetriebs zu erklären. Vertreter von CDU, SPD, WG und Grünen signalisierten ihre Unterstützung des Vorhabens.

Die Politiker konnten darüber hinaus einen Eindruck davon gewinnen, wie groß das Interesse unter Vereinen und Gruppen inzwischen geworden ist. Mehr als 20 unterschiedliche Akteure – von der TBW-Tischtennisabteilung über Theater Minestrone und Wülfrath pro bis zu einem Gesangstudio – machten bei einem Fotoshooting mit. Damit soll in den kommenden Wochen und Monaten über soziale Netzwerke für die „WIR“-Idee geworben werden.

Ein Zusammenschluss von Wülfrather Vereinen und interessierten Einzelpersonen hat im März 2020 die Initiative „WIR“ gegründet, um gemeinsam ein Konzept für eine Nachnutzung des städtischen Gebäudes Wilhelmstraße 189 als „identitätsstiftendes Bürger- und Kulturzentrum“ zu entwickeln.

Die Initiative beabsichtigt, in Form eines Trägervereins und auf der Grundlage eines Betreiberkonzeptes, die Voraussetzungen für die Beantragung von Städtebaufördermitteln durch die Stadt im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms für den Umbau und die Umnutzung der Wilhelmstraße 189 als quartiersbezogene Begegnungsstätte zu schaffen. Ein Trägerverein ist gerade in Gründung. Das Betreiberkonzept liegt im Entwurf vor.

Die Initiative „WIR“ hat sich an das Büro „startklar a+b GmbH“ gewandt, das vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) mit dem Management des Förderprogramms „Initiative ergreifen – Bürger machen Stadt“ beauftragt ist. Ziel des Förderprogramms ist es, bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen.

Die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag ist öffentlich.