Doktorarbeit über den Mariendom Neviges

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Der Mariendom in Velbert-Neviges ist Thema der Doktorarbeit von Architekt Steffen Kunkel. Archivfoto: Mathias Kehren
Der Mariendom in Velbert-Neviges ist Thema der Doktorarbeit von Architekt Steffen Kunkel. Archivfoto: Mathias Kehren

Velbert. Der Wallfahrtsdom Neviges ist Mittelpunkt der Doktorarbeit von Steffen Kunkel. Der Architekt hat sich in seiner Arbeit, die auch als Buch veröffentlicht werden soll, mit dem baugeschichtlichen und architektonischen Hintergrund des Doms befasst.

Der Mariendom Neviges ist bekannt durch seine auffällige Bauform und gilt als bedeutendes Beispiel neuzeitlicher Kirchenarchitektur. Beeindruckt hat das auch den Architekten Steffen Kunkel, der das Gebäude als Anlass für seine Doktorarbeit nahm. Mit dem Titel „Die Wallfahrtskirche ´Maria, Königin des Friedens` – Eine zeitgenössische Betrachtung“ hat Kunkel die Promotion an dem Karlsruher Institut für Technologie eingereicht und am 18. Mai verteidigt.

Auch Planungsdezernent Jörg Ostermann freut sich für ihn: „Es ist faszinierend, dass Steffen Kunkel den Wallfahrtsdom für seine Promotion gewählt hat. Dieser Schritt lässt den Dom als eines der Velberter Wahrzeichen noch bekannter werden.“ Steffen Kunkel und der Beigeordnete trafen sich zu einem Gespräch im Velberter Rathaus.

„Ich kannte das Bild des Mariendoms bereits aus Publikationen, war aber beeindruckt von der monumentalen Kraft, die dieses Gebäude dann vor Ort ausgestrahlt hat. Vor allem hat mich das gesamte Ensemble beschäftigt, welches bisher zu wenig diskutiert wurde. Ich wollte verstehen und lernen, wie der Architekt Gottfried Böhm all dies entworfen hat, auch im baugeschichtlichen Hintergrund“, so Steffen Kunkel. Für den angehenden Doktor sei der Wallfahrtsdom einzigartig und ungewöhnlich zugleich. Aus seiner Sicht habe Böhm eine eigenständige Interpretation des Gebäudes vorgenommen, die nicht nur rein religiös konnotiert sei, sondern eine wunderbare Sicht auf die Welt zeige. „Es hat etwas Humanistisches. Dies ist auch aus heutiger Sicht spürbar“, so Steffen Kunkel weiter.

In seiner Doktorarbeit zeigt er seine Interpretation des Mariendoms und des Wallfahrtsbezirks Neviges aus architektonischer Sicht auf. Eine Veröffentlichung in Buchform sei bereits geplant. Im Rahmen verschiedener Vorträge zum Ende des Jahres wird er seine Erkenntnisse in Velbert-Neviges öffentlich präsentieren.