Lok entgleist im Lhoist-Werk Flandersbach: Dieselkraftstoff ausgelaufen

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Die Gründe für die Entgleisung bis bislang nicht bekannt. Symbolfoto: pixabay
Die Gründe für die Entgleisung bis bislang nicht bekannt. Symbolfoto: pixabay

Wülfrath. Im Lhoist-Werk Flandersbach ist am Donnerstagnachmittag eine Lok entgleist.

Aus bislang ungeklärter Ursache kam es am Donnerstag, gegen 17.20 Uhr, zu einem Unfall im Schienenverkehr des Lhoist-Werkes Flandersbach, berichtet das Unternehmen. Dabei fuhr eine Rangier-Lok am Werksausgang im Bereich Angerbach über einen Gleisabschluss hinaus und entgleiste.

Der Lokführer wurde von einem Arzt untersucht, um mögliche Verletzungen ausschließen zu können. Er konnte bereits aus dem Krankenhaus entlassen werden, ergänzt Wülfraths Bürgermeisterin Dr. Claudia Panke.

Ein angehängter Wagon, der mit Kalksteinmehl beladen war, kippte bei dem Vorfall um. Aus den Tanks der Lok trat eine bislang unbekannte Menge Dieselkraftstoff aus. Ebenfalls nicht bekannt ist, wie viel Kraftstoff ins Erdreich gelangt ist. Man müsse zudem davon ausgehen, dass ein Teil der Kraftstoffmenge in die Anger geflossen ist, so die Bürgermeisterin, die darüber informiert, dass zum Schutz der Umwelt alle erforderlichen Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit den Umweltbehörden getroffen worden sind. Hierzu wurden beispielsweise auf der Anger mehrere Ölsperren gesetzt, die laufend messtechnisch kontrolliert werden. Durch das unwegsame Gelände gestaltet sich der Einsatz als schwierig.

„Das Zusammenwirken der Kräfte im Kreis sowie aller anderen Unterstützer funktioniert wieder professionell und kameradschaftlich.“ hebt die Wülfrather Bürgermeisterin Frau Dr. Panke hervor.

Im Großeinsatz sind über 100 Kräfte der Feuerwehren des Kreises Mettmann, namentlich Wülfrath, Mettmann, Ratingen, Velbert und Erkrath. Die Kräfte werden zudem unterstützt durch anliegende Landwirte und den Baubetriebshof der Stadt Wülfrath. Zusätzlich ist die Polizei, Rhein Cargo, der Notfallmanager der Deutschen Bahn, das THW, die untere Wasserbehörde, der Bergisch-Rheinischer Wasserverband (BRW) sowie die Firma Lhoist vor Ort und unterstützen die Maßnahmen.