Endometriose: Chefarzt informiert über Frauenkrankheit

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Dr. med. Gerd Degoutrie ist Chefarzt der Klinik für Gynäkologie am Helios Klinikum. Foto: Helios
Dr. med. Gerd Degoutrie ist Chefarzt der Klinik für Gynäkologie am Helios Klinikum. Foto: Helios

Velbert. Endometriose ist mit etwa 40.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Unterleibserkrankung bei Frauen.  Die Ursachen dafür sind größtenteils ungeklärt. Im schlimmsten Fall kann diese Erkrankung sogar der Grund für eine Unfruchtbarkeit sein. Das berichtet das Helios Klinikum. Im nächsten Medizinforum, Dienstag, 8. September ab 18 Uhr,  erzählt Dr. Gerd Degoutrie alles über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.

Die Menstruation der Frau geht oftmals mit starken Unterleibsschmerzen einher. Sollten jedoch auch Schmerzen zwischen den Regelblutungen oder sogar Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auftreten, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Oftmals deuten diese Beschwerden auf eine unentdeckte Frauenkrankheit hin: die sogenannte Endometriose. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung und der Entnahme von Gewebeproben der verdächtigen Stellen, kann der behandelnde Arzt feststellen, ob es sich tatsächlich um diese Erkrankung handelt.

„Bei einer Endometriose kommt es zu einer Ansiedelung von Endometriose-Zellen außerhalb der Gebärmutterhöhle. Sowohl die Eierstöcke als auch der Bereich zwischen Gebärmutter und Enddarm sind dafür anfällig“, weiß Dr. Gerd Degoutrie, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Helios Klinikum Niederberg.

Diese Endometriose-Herde führen bei vielen Frauen zur Unfruchtbarkeit. Betroffen von der Erkrankung sind in der Regel geschlechtsreife Frauen. Die Behandlung einer Endometriose hängt immer vom Ausmaß und der Art der Beschwerden und der Patientin selber ab.  Sowohl eine medikamentöse als auch eine operative Behandlung der Erkrankung sind möglich. Bei Patientinnen mit einer hohen psychologischen Belastung durch die Schmerzen, ist zusätzlich ein psychosomatisches Therapieverfahren empfehlenswert. Da die genauen Ursachen für die Erkrankung derzeit noch weitgehend unbekannt sind, verläuft die Erkrankung meist chronisch und nicht vorhersagbar. Endometriose-Herde können sich spontan zurückbilden, aber auch trotz Therapie weiter ausbreiten.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet im Helios Klinikum Niederberg, SiZi II statt. Anschließend ist auch Zeit für persönliche Fragen. Um eine vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer: 02051-982-1701 (Sekretariat Gynäkologie und Frauenheilkunde) wird gebeten. Die Teilnahme ist auf 32 Plätze begrenzt. Die Besucher werden gebeten Ihren Mund-Nasenschutz zur Veranstaltung mitzubringen.