Landwirtschafts-Talk: „Übermäßige Inanspruchnahme der Böden vermeiden“

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Die Diskussionsrunde fand auf Gut Bachelsberg statt. Foto: Privat
Die Diskussionsrunde fand auf Gut Bachelsberg statt. Foto: Privat

Mettmann. Am Donnerstag hat die Bürgermeisterkandidatin Sandra Pietschmann auf Einladung der CDU Mettmann eine Talkrunde zum Thema Landwirtschaft und Flächenmanagement moderiert.

Zu einem Austausch begrüßte Sandra Pietschmann Landrat Thomas Hendele, Martin Dahlmann als Vertreter des Rheinischen Landwirtschaftverbandes, Kreislandwirt Bernd Kneer sowie den Gastgeber, Moritz Stöcker. Nach einer Hofführung auf Gut Bachelsberg begann der „Talk“.

Fragen zur Düngeverordnung, der Wasserrrahmenrichtlinie, sowie den Auswirkungen der Klimaveränderung auf die Agrarwirtschaft in der Region waren einige der Schwerpunktthemen. Die Landwirte gaben Einblicke in und sprachen über Auswirkungen auf ihre Arbeit. Nitratbelastung, Messstellen für Wasserqualität und Winderosion? Wie diese Begriffe sich gegenseitig bedingen war Teil der fachlichen Diskussion.

Die rasanten Veränderungen in der Landwirtschaft, insbesondere der sich im Wandel befindlichen Gesetzesvorgaben, dienen der Erhöhung der Wasserqualität und dem Schutz der Umwelt. Sie stellen die Landwirte mit ihren Betrieben jedoch auch vor große Herausforderungen.

Hauptthema der Talkrunde war das Flächenangebot und die Flächenüberplanung für Gewerbegebiete, wie auch Siedlungsbereiche in unserer Region. Die ausgewiesenen Gebiete, auf denen noch eine Wohnbebauung vollzogen werden kann, sind in Mettmann stark begrenzt. Sowohl der Landrat Hendele als auch alle anderen Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass zunächst eine Innenverdichtung stattfinden muss, bevor Außengebiete mit hervorragenden Ackerböden in Anspruch genommen werden, berichtet Sandra Pietschmann. Auch die Fragestellung der Austauschflächen und möglichen Ausgleichsmaßnahmen stand im Fokus der Diskussionsrunde. Ein weites Feld, das sich ebenfalls im Umbruch befinde, so die Bürgermeisterkandidatin.

Sandra Pietschmann resümiert: „Boden und Wasser sind endlich und wertvoll. Wird der Flächenverbrauch im jetzigen Tempo fortgesetzt, sind die Freiflächen im Kreis Mettmann in einigen Jahrzehnten erschöpft. Hierauf wies Landrat Hendele sehr deutlich hin. Es müssen deshalb zuerst alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um eine übermäßige Inanspruchnahme der Böden, außerhalb der jetzigen Planflächen, zu vermeiden.“

Die Nutzung von Brachen mit bereits verdichteten und versiegelten Böden müsse im Fokus stehen. Neue Wohnmodelle zu wagen, gehöre dazu. Ebenso die Förderung einer intelligenten gewerblichen Entwicklung.