Stichwahl in Wülfrath: Diskussion vor der Haupttribüne

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Dienstagabend im Wülfrather Stadion: Diskussion zur Stichwahl mit Rainer Ritsche, Moderator Thomas Reuter und Andreas Seidler. Fotos: Hans-Joachim Kling

Wülfrath. Politik im Stadion: Vor fast 200 Gästen haben die Wülfrather Bürgermeisterkandidaten Rainer Ritsche und Andreas Seidler am Dienstagabend für ihre Positionen geworben.

Bereits um 18.20 Uhr kamen die ersten Gäste. Mit Mundschutz. Die Wülfrather AWO, die Internetzeitung Taeglich.ME und der Super Tipp hatten eingeladen zur Diskussion vor der Stichwahl. Unter Corona-Bedingungen: Abstand war einzuhalten. Die Besucherinnen und Besucher mussten sich in eine Liste eintragen.

Wie voll würde es werden? Die Veranstalter konnten es nur erahnen. Schließlich hat es sowas noch nicht gegeben, eine politische Diskussion im Stadion am Erbacher Berg.

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Um Viertel vor Sieben bereits war klar: Es wird voll. Die Hauptribüne war bald besetzt – unter Corona-Bedingungen also mit etwas weniger als 140 Gästen. Wer später kam, nahm auf den Steinstufen nebenan Platz.

AWO-Vorsitzender Peter Zwilling hieß die Gäste willkommen. Er erklärte, dass in den Räumen der AWO – in Corona-Zeiten – gerade mal 30 Leute Platz gehabt hätten, weshalb die Idee aufkam, mit der Diskussion in den Lhoist-Sportpark zu gehen.

Auf der Laufbahn vor dem Spielfeld standen die Kandidaten. Auf der einen Seite: Rainer Ritsche, Kämmerer der Stadt und unabhängiger Bewerber um das Bürgermeisteramt, der von SPD und Wülfrather Gruppe unterstützt wird. Auf der anderen Seite Andreas Seidler, Kandidat der CDU. Gemeinsam waren beide übrigens ins Stadion gekommen.

Moderator Thomas Reuter von Taeglich.ME ging mit beiden Bewerbern die Themen durch, die die Menschen in der Stadt bewegen. Leser von Taeglich.ME und Super Tipp hatten im Vorfeld Fragen an die Kandidaten per Mail geschickt.

Andreas Seidler hatte mehr Redeanteile. Rainer Ritsche bleibt ein Mensch, der Dinge gerne auf den Punkt bringt. Punkten konnten damit beide bei ihrer Anhängerschaft.

Wer am Ende Wülfraths neuer Bürgermeister wird, wird sich erst am Sonntagabend erweisen. Teil eines irgendwie historischen Ereignisse waren hingegen alle, Kandidaten wie Publikum. Eine politische Diskussion in einem Fußballstadion: Wann hat es sowas schon einmal gegeben?