Neuer Pächter verantwortet Parkhaus an der Neanderstraße

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Parkhaus-Pächter Ulrich Munkert mit Constanze Backes und Bodo Herlyn von der Kulturvilla zeigen das
Parkhaus-Pächter Ulrich Munkert mit Constanze Backes und Bodo Herlyn von der Kulturvilla zeigen das "Rabattiergerät". Foto: Privat

Mettmann. Das Parkhaus an der Neanderstraße hat mit Ulrich Munkert einen neuen Pächter. Eine Kooperation gibt es nun mit der Mettmanner Kulturvilla.

Seit Mai ist Ulrich Munkert der neue Pächter des Parkhauses an der Neanderstraße. Mit seiner Firma M>PI arbeitet er nicht nur an der Renovierung, sondern knüpft Kontakte. Eine Kooperation besteht inzwischen mit der Mettmanner Kulturvilla.

Dort ist man erfreut darüber, dass Munkert sich des Park-Projekts angenommen hat. „Immer wieder wurde uns gesagt: In das Haus kann man sich abends nicht mehr reintrauen“, so Bodo Herlyn als Betreiber der Kulturvilla. Das sanierte Parkhaus an der Kö-Galerie sei vielen Gästen zu weit entfernt, zu lang sei der Anstieg in die Beckershoffstraße. „Feiernde und auch Firmen haben sich einzig und allein aus diesem Grund schon gegen die Kulturvilla als Location entschieden“, so Herlyn. 

Munkert zeigt sich aufgeschlossen für Idee: Als Netzwerker war er sofort offen für eine Zusammenarbeit mit der Kulturvilla. Dort können ab sofort mittels eines Rabattiergerätes Sonderkonditionen für parkende Gäste angeboten werden: Die Kosten für eine Parkzeit von drei Stunden , das entspricht in etwa der Verweildauer als Gast eines Konzertes, werden auf einen Euro reduziert; der Besuch einer Hochzeitsfeier oder einer ganztägigen Firmenveranstaltung kostet nun 2,50 statt bis zu 24 Euro für 24 Stunden.

„Das ist ein Riesenschub für uns“, freut sich Kulturvilla-Betreiberin Constanze Backes. „Und noch etwas hat Herr Munkert uns geschenkt: Mein im Januar gegründeter Frauenchor, die ‚Chori-Feen‘ proben seit Corona-Zeiten immer nur in kleinen Grüppchen in der Kulturvilla, quasi unter ärztlicher Aufsicht von Chormitglied Dr. Andrea Bruns. Heute durften wir zum ersten Mal in voller Besetzung singen, und zwar in Kirchenakustik auf Herrn Munkerts Parkdeck: Ein Fest für uns alle!“

Ulrich Munkert hat weitere Pläne. Beispielsweise möchte er Fahrrädern ein Dach über dem Kopf bieten. Erst vor wenigen Tagen wurde vor der Garage ein hochwertiges E-Bike entwendet. „Es fehlen in der Innenstadt diebstahlsichere überdachte Stellplätze“, so Diebstahlopfer Ralf Gagaik, „einerseits wird der Bürger ermutigt, häufiger aufs Rad zu steigen, andererseits bleibt oft nur die Möglichkeit, das Rad mit in die Büroräume zu nehmen“.

Beschilderung ist Thema

Auch beim Thema Beschilderung möchte Munkert mit anpacken. „Bei unserem ersten Gespräch vor zwei Wochen war Herr Munkert sofort aufgeschlossen gegenüber einem umfassenden Parkleit- und Beschilderungssystem, wo etwa an den großen Einfallstraßen alle Parkhäuser mit den jeweils wichtigen Einrichtungen genannt werden, sodass zum Beispiel unsere Besucher gar nicht erst in die enge Beckershoffstraße fahren.“, freut sich Bodo Herlyn. Constanze Backes ergänzt: „Dann wäre natürlich noch ideal, wenn die verblichene Fuß- und Radwegebeschilderung in der Innenstadt erneuert würde, sodass man dann den Weg vom Parkhaus beispielsweise zur Kulturvilla sofort findet.“ 

Herr Munkert sagt dazu: „Ein teures elektronisches System ist in Mettmann überflüssig, da es immer freie Plätze gibt. Und Kosten müssen für die Stadt kaum entstehen. Die Schilder würden die Betreiber finanzieren, sofern die Stadt sinnvolle Standorte zur Verfügung stellt und z.B. mit dem Bauhof die Aufstellung übernimmt.“

Kontakte zu den anderen Parkhausbetreibern in der Kö-Galerie und am Jubiläumsplatz pflegt Herr Munkert bereits, informieren die Akteure. „Wir setzen jetzt auf die neue Bürgermeisterin und den neuen Rat, sodass es bald umgesetzt werden kann“.