Karneval in Niederberg ist abgesagt

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Tausende Jecken säumen jedes Jahr den Rosenmontagszug in Velbert. Archivfoto: Mathias Kehren
Tausende Jecken säumen jedes Jahr den Rosenmontagszug in Velbert. Im kommenden Jahr nicht. Die Session ist abgesagt. Archivfoto: Mathias Kehren

Niederberg. Nach Wülfrath und Heiligenhaus hat nun auch Velbert den Straßenkarneval für die kommende Session abgesagt. Grund: Corona.

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Die Kalkstadt-Narren in Wülfrath und die Heljens-Jecken in Heiligenhaus hatten sich schon zu dieser Entscheidung durchgerungen. Jetzt folgt auch die Absage durch den Festausschuss Velberter Karneval.

„Das Infektionsgeschehen der letzten Monate lässt uns leider keine Planungssicherheit für Großveranstaltungen“, erklärt Christian Nikolaus, Präsident des Festausschusses. Deshalb seien diese Großveranstaltungen auch in Zusammenarbeit mit den „Velberter Kulturlöwen“ bereits abgesagt worden.

Größte Priorität habe die Gesundheit. „Und diese können wir auf Veranstaltungen, wie wir sie in den letzten Jahren durchgeführt haben und wie sie den Karneval ausmachen, nicht gewährleisten. Da wir uns dieser Verantwortung sehr bewusst sind, müssen wir zum Schutze der Gäste, Freunde und Mitglieder in der kommenden Session neben dem Sitzungskarneval  auch auf den Straßenkarneval verzichten. Mit sehr großem Bedauern haben sich die Stadt Velbert und die angeschlossenen Vereine des Festausschuss Velberter Karneval dazu entschlossen, die Session 2020/2021 offiziell abzusagen.“

Der Festausschuss setze sich mit Alternativen auseinander. So arbeite Zugleiter Jens Klein an einem Konzept, „um wenigstens den kleinen Jecken unserer Stadt gegebenenfalls eine Freude bereiten zu können.“

Auch der Tulpensonntagszug auf Tönisheide mit dem anschließendem Karnevalstreff fällt der Pandemie zum Opfer.

Die Sessionseröffnung in Velbert wird in diesem Jahr nur in digitaler Form durchgeführt werden und ist auf der Homepage des Festausschusses (www.festausschussvelbert.de) sowie auf social Media zu sehen.

Verschiedene Vereine planen kleinere Veranstaltungen, ob diese allerdings für jedermann geöffnet werden könnten, müsse mit dem dann vorliegenden Infektionsgeschehen abgestimmt werden.

Gespräche mit Agenturen und Künstlern seien gut verlaufen. Die Karnevalisten könnten sich auf eine tolle Session 2021/2022 freuen.

„Die Absage durch die Landesregierung können wir hier in Velbert absolut nachvollziehen“, sagt Dennis Fülling, 1. Vorsitzender des Festausschusses.

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