Windrather Talschule baut ihren Standort in Langenberg aus

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Der Bagger ist schon in Position: Dieter Horn, Vorstandsmitglied des Fördervereins, und Bürgermeister Dirk Lukrafka auf dem Grund, wo das neue Gebäude entstehen soll. Foto: Stadt Velbert
Der Bagger ist schon in Position: Dieter Horn, Vorstandsmitglied des Fördervereins, und Bürgermeister Dirk Lukrafka auf dem Grund, wo das neue Gebäude entstehen soll. Foto: Stadt Velbert

Velbert. Die Windrather Talschule hat das Schulgebäude, die Turnhalle und das Gelände von der Stadt Velbert gekauft, um den Standort jetzt weiterzuentwickeln. Auf dem Gelände soll ein neues Werk- und Kunsthaus gebaut werden.

Die Windrather Talschule und die Stadt Velbert haben sich im Frühjahr dieses Jahres darauf geeinigt, dass die Stadt der Schule Schulgebäude und Gelände samt Sporthalle an der Panner Straße 20/24 verkauft. Bisher hatte die Windrather Talschule die Immobilie gemietet. Die Schule plant durch den Kauf ihren Standort für die nächsten Jahrzehnte zu sichern. Über den Kaufpreis hinaus werden mehr als drei Millionen Euro in den Standort investiert.

Auf dem Schulgelände wird ein Werk- und Kunsthaus mit sechs Unterrichtsräumen neu gebaut. Die neuen Räume ermöglichen der Windrather Talschule, das bisher noch in der Plückersmühle untergebrachte Berufskolleg in die Panner Straße umzusiedeln. Am bestehenden Schulgebäude wird ein Anbau mit neuen Räumen für die Verwaltung entstehen. Ein zweiter baulicher Rettungsweg wird angebaut, so dass es den Anforderungen an einen zeitgemäßen Brandschutz gerecht wird.

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„Die Windrather Talschule ist seit 25 Jahren fester Bestandteil und eine große Bereicherung unserer Schullandschaft in Velbert. Das Schulteam leistet eine super Integrationsarbeit und es war mir daher ein persönliches Anliegen, die Schule durch den Verkauf in ihrer weiteren Entwicklung unterstützen zu können“, erklärt Bürgermeister Dirk Lukrafka bei der symbolischen Übergabe der Baugenehmigung an die Schulgemeinschaft. Er ergänzt: „Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Beteiligten und freue mich schon darauf, hier bald die neuen Räumlichkeiten besuchen zu können.“

Über die Windrather Talschule

Die Windrather Talschule ist eine Freie Waldorfschule und eine Pionierschule für inklusive Pädagogik. Hier werden in der „WERKSTATT Inklusion“ Lehrerinnen und Lehrer aus der ganzen Bundesrepublik in zweijährigen Weiterbildungen mit Haltungen und Methoden der Inklusion vertraut gemacht. Inklusion bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler mit verschiedenstem Begabungsprofil gemeinsam lernen. Die Windrather Talschule ist stolz darauf, dass dies seit nun einem viertel Jahrhundert erfolgreich gelingt. Sie feierte im August 2020 ihr 25-jähriges Jubiläum.

In der Windrather Talschule werden etwa 270 Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur elften Klasse unterrichtet. Dazu kommen drei Klassen mit etwa 45 Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs, Fachrichtung Gesundheit und Soziales, das zur allgemeinen Fachhochschulreife führt. Seit dem Schuljahr 2020/2021 führen eine 12. und 13. Klasse auch zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur).

Die Windrather Talschule ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule und wird zu 87% durch das Land NRW finanziert. Das Haushaltsvolumen liegt bei rund drei Millionen Euro im Jahr. Insgesamt sind 70 Mitarbeitende an der Schule tätig, von denen die meisten in Velbert-Langenberg leben und sich im Ort auf unterschiedliche Weise engagieren. 20 von ihnen sind als Inklusionshelferinnen und –helfer speziell für die Förderung und Betreuung der Kinder mit Unterstützungsbedarf da.