Trauer um Eduard Colsman

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Eduard Colsman ist im Alter von 96 Jahren verstorben. Foto: DRK
Eduard Colsman ist im Alter von 96 Jahren verstorben. Foto: DRK

Velbert. Eduard Colsman ist im November im Alter von 96 Jahren verstorben. Die Stadt Velbert, Langenberger Vereine und das Deutsche Rote Kreuz haben ihre Trauer in Condolenzschreiben zum Ausdruck gebracht.

Das Deutsche Rote Kreuz

Der Kreisverband Mettmann des Deutschen Roten Kreuzes trauert um Eduard Colsman, langjähriges Mitglied im DRK-Ortsverein Langenberg, der im November im Alter von 96 Jahren verstorben ist, wörtlich heißt es im Condolenzschreiben: „Mit Eduard Colsman verliert das Deutsche Rote Kreuz eine Persönlichkeit, die sich in außerordentlichem Maße um das DRK verdient gemacht hat.

Eduard Colsman trat am 20.03.1987 in den DRK-Ortsvereins Langenberg e. V. ein. Er war  stellvertretender Vorsitzender, dann bis 1995 Vorsitzender des DRK-Ortsvereines Langenberg e. V.. Eduard Colsmann war auf Ebene des DRK-Kreisverbandes Mettmann 1988 Mitbegründer des  „Arbeitskreis Auslandshilfe“, der sich schwerpunktmäßig um das Kinderkrankenhaus in Temeschwar kümmerte.

Im Jahr 2012 wurde Eduard Colsman mit der Ehrennadel für langjährige Mitgliedschaft des DRK Landesverbandes Nordrhein geehrt. Bis zu seinem Tode war Eduard Colsman dem Roten Kreuz sehr verbunden.“

Bürgermeister Lukrafka

Der Velberter Bürgermeister Dirk Lukrafka schreibt: „Die Nachricht vom Tod von Eduard Colsman hat mich sehr getroffen. Im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Velbert spreche ich mein aufrichtiges Beileid aus.

Für die Familie und Freunde ist es immer ein schmerzlicher Verlust, einen lieben Menschen und guten Freund zu verlieren, egal in welchem Alter. Jeder Mensch hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu schließen ist. Mit Eduard Colsman verliert unserer Stadt einen Menschen, der sich für Velbert, speziell für „seinen“ Stadtbezirk Langenberg, engagierte und im Laufe der Jahrzehnte unfassbares Wissen zusammentrug. Die Türen seines Hauses, die rote Villa in Langenberg, standen immer für interessierte Bürgerinnen und Bürger offen. Stets war es ihm ein großes Anliegen, sein Wissen und seine Erfahrungen an die nächsten Generationen weiterzugeben. Ob in Vorträgen oder Besuchen des Langenberger Gymnasiums, Eduard Colsman konnte viele Geschichten, persönliche und über seine Familie, erzählen. Aber sein eigentliches Thema war die historische, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung Langenbergs. Dafür gebührt ihm unseren aufrichtigen Dank und unsere Anerkennung.

Neben seinem Wirken in und für Langenberg fand Eduard Colsman noch viel Zeit, um sich in unzähligen Ehrenämtern für unsere Stadt zu betätigen. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Bürgerbus-Vereins, unterstützte die Bücherstadt Langenberg, arbeitete im Vorstand des Langenberger Krankenhausvereins, im evangelischen Verein für Gemeindediakonie, des DRK-Orts- bzw. Kreisverbandes und selbstverständlich auch im Verkehrs- und Verschönerungsverein Langenberg. Ein Herzensanliegen war ihm, die „Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“, für die er sich zeitlebens eingesetzt hat. Für all diese unzähligen Tätigkeiten, sein unglaubliches Engagement für seine Mitmenschen, erhielt Eduard Colsman das Bundesverdienstkreuz.

Wie Eduard Colsman noch Zeit für seine Leidenschaft das Segeln fand oder Zeit sich auszuruhen, weiß man nicht. Er war ein glücklicher und gläubiger Mensch, der für seine Stadt, die Mitmenschen und das soziale Engagement lebte. Diesen aufrichtigen, engagierten und stets sehr verbindlichen Menschen, Eduard Andreas Carl Colsman, werden wir alle in unserer Stadt sehr vermissen, aber auch immer in unserer Erinnerung und in unseren Herzen behalten!“

Langenberger Vereine

Vier Langenberger Vereine, der Verkehrs- und Verschönerungsverein, der Förderverein Bücherstadt, der Bürgerbusverein und der Bürgerverein, haben einen gemeinsamen BNachruf verfasst. Darin heißt es wie folgt: „Mit Eduard Colsman hat uns eine Persönlichkeit verlassen, die in den Gedanken und Erinnerungen unzähliger Menschen unvergessen sein wird. Langenberg ohne ihn ist kaum vorstellbar.
An seinem Lebenslauf, seiner Lebenserfahrung,der Weitergabe seiner Familiengeschichte und Firmenchronik hat uns Eduard Colsman viele Jahrzehnte lang teilhaben und lernen lassen.

Damit verkörperte Eduard Colsman–unvergleichlich-Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!

Nie befand er sich auf dem „Altenteil“! Noch wenige Stunden vor seinem Tod war er in „seinem“ Langenberg unterwegs, traf Freunde und Weggefährten,sprach mit ihnen über das aktuelle Tagesgeschehen, war diesbezüglich kritisch, aber auch hoffnungsvoll und bestens informiert.

Aktivitäten und Pläne für das kommende Jahr waren bereits mit den Kulturschaffenden in Langenberg abgesprochen. Termine, Gästebesuche, Führungen und Vorträge inseinem Haus standen schon fest. Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt, das hat er vorgelebt, das hat er erwartet, damit hat er die Menschen seiner Heimatstadt motiviert und mitgerissen. Gezeigt hat er das durch seine Vorstandsarbeit und Mitgliedschaft in den vielen Vereinen und Institutionen.

Seine stets tadellose Erscheinung, seine bodenständige, pragmatische und sachliche Art, seine konstruktive Kritik, vor allem aber sein Humor, die Anekdoten,sowie der Glanz seiner Reden und Vorträge, geprägt durch die gelungene Übereinkunft von Form und Inhalt fehlen schon jetzt.

Begegnete und begrüßte man Eduard Colsman, so zog er den Hut. Eine wunderbare, selten gewordene Geste, die dem Gegenüber Achtung zollte. Achtung, Anerkennung und Respekt, damit verabschieden wir uns von einem Menschen der unendlich fehlt und unvergessen sein wird.“