Kreissparkasse: Fünf Filialen nur noch als SB-Standort

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Künftig nur noch SB-Standort: die Filiale Fliethe der Kreissparkasse Düsseldorf in Wülfrath. Foto: Kling

Kreis Mettmann. Die Kreissparkasse Düsseldorf führt fünf Filialen in Mettmann, Wülfrath und Erkrath künftig nur noch als Selbstbedienungs-Standorte fort.

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Seit März sind fünf Filialen aufgrund der Corona-Pandemie bereits geschlossen. Es handelt sich um die Fliethe in Wülfrath, die Filialen Eidamshauser Straße und Florastraße in Mettmann sowie die Standorte Bergstraße und Professor-Sudhoff-Straße in Erkrath.

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Künftig nur noch SB-Standort: die Filiale Eidamshauser Straße der Kreissparkasse Düsseldorf in Mettmann. Foto: Kling

“Nach sorgfältiger Abwägung hat die Kreissparkasse sich nun entschlossen, die fünf Standorte nicht wiederzueröffnen und als SB-Filialen fortzuführen”, berichtet das Unternehmen. „Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, betont Christoph Wintgen, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Düsseldorf.

„Es war unser Ziel, unseren Kunden keine zu langen Wege zuzumuten: Bei allen fünf Standorten befindet sich eine weitere Geschäftsstelle in rund ein bis zwei Kilometern Entfernung“, sagt Wintgen.

Ein Grund für die Entscheidung sei, dass die Mitarbeitenden zur Verstärkung anderer Standorte und der Direkt-Filiale gebraucht werden. „Wir haben durch die geltenden Abstands- und Hygienevorschriften einen höheren Personalbedarf in den Filialen“, erläutert Wintgen. „Ein sicherer Betrieb für die Mitarbeitenden und Kunden hat für uns Priorität.“

Auszahlungen am Automaten, das Ziehen von Kontoauszügen und der Zugang zu gemieteten Safes nach Terminvereinbarung sind weiterhin möglich.

Mit elf Filialen bleibe ein starkes Filialnetz auch zukünftig Kennzeichen der Kreissparkasse. Doch die Sparkassen-Kunden nutzten seit Jahren immer öfter auch digitale Service-Angebote. Mehr als die Hälfte der Girokonten-Kunden nutze Online-Banking. Rund 20.000 Kunden verwendeten die Sparkassen-App.

„Corona hat die Anforderungen an das Filialgeschäft weiter verändert“, resümiert Wintgens Vorstandskollege Prof. Dr. Svend Reuse. „Selbst Kunden, die früher das Online-Banking ge-mieden haben, erledigen mittlerweile viele Bankgeschäfte am Computer oder iPad von zu Hause aus.”

Was man noch vor einem Jahr nicht für möglich gehalten habe, sei nun gelebte Praxis: „Die Menschen setzen verstärkt bei ihren Einkäufen auf ihre Sparkassen-Card oder das Smartphone, weil es schnell und vor allem hygienischer ist.“

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Künftig nur noch SB-Standort: die Filiale Florastraße der Kreissparkasse Düsseldorf in Metzkausen. Foto: Kling

Der wachsenden Nachfrage nach Online-Angeboten will die Sparkasse bald mit einem erweiterten digitalen Beratungsservice nachkommen. Im nächsten Frühjahr wird ein digitales Beratungs-Center eingeführt. Damit können Kunden zukünftig persönliche Beratungsgespräche mit ihrem Kundenberater vom eigenen Computer, Tablet oder Smartphone aus per Videochat führen. Außerdem können Anträge am Bildschirm durchgegangen oder Formulare gemeinsam ausgefüllt werden.

Ebenfalls stärker gefragt ist nach Angaben der Kreissparkasse die Direkt-Filiale: Etwa 80 Prozent der früher mit einem Filialbesuch verbundenen Serviceaufträge und Anliegen ließen sich telefonisch oder per E-Mail erledigen. „Unser zehnköpfiges Team ist montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr erreichbar und hilft unseren Kunden von der Kontostandsabfrage über die Dauerauftragsänderung bis zur Bestellung einer Kreditkarte“, bietet Reuse an.

Die telefonischen und digitalen Angebote sollen die Services der Filialen ergänzen. „Bei allen Angeboten bleibt die persönliche und kompetente Beratung Kern unseres Angebots. Wir sind für die Menschen da – ob mit unserem flächendeckenden Filialnetz, per Telefon oder digitalen Kanälen“, betont Wintgen.