Grüne zur Gesamtschule: Diskussion ist noch nicht beendet

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Das Gebäude der Carl-Fuhlrott-Realschule. Foto: Volkmann
Das Gebäude der Carl-Fuhlrott-Realschule. Foto: Volkmann

Mettmann. Für die Mettmanner Grünen ist der Ratsbeschluss zur Gesamtschule „ein Grund zum Feiern“. Ein Diskussionsthema gibt es allerdings noch.

„Nach 30 Jahren Diskussion kam nun gestern endlich der langersehnte Ratsbeschluss für viele Mettmanner Eltern: Die Gesamtschule für Mettmann wurde mit einer deutlichen Ratsmehrheit auf den Weg gebracht. Wenn sich im Februar eine ausreichende Anzahl an Kindern anmeldet – und daran besteht nach der Elternabfrage kaum ein Zweifel – dann wird es ab dem kommenden Schuljahr eine Gesamtschule für Mettmann geben“, so Nils Lessing, Fraktionssprecher der Grünen.

Die Mettmanner Grünen haben sich schon lange für die Errichtung einer Gesamtschule in Mettmann eingesetzt. „Das Thema begleitet uns bereits durch mehrere Wahlperioden und war immer eines unserer wesentlichen Ziele für den Ausbau der Mettmanner Schullandschaft. Deshalb ist der gestrige Ratsbeschluss für uns ein wahrer Grund zum Feiern! Wir sind dabei von dem Konzept des längeren gemeinsamen Lernens überzeugt, das vielen Schülern zugute kommt. Zudem sehen wir es als notwendig an, Mettmanner Kindern auch ausreichend Schulplätze in Mettmann zur Verfügung zu stellen,
und zwar auf einer Schulform, die sich die Eltern auch wünschen. Ein besonderer Dank für diesen Erfolg geht auch an die Bürgerinitiative mit ihrem unermüdlichen Einsatz“, so Lessing weiter.

Für die Grünen ist die Diskussion damit allerdings noch nicht beendet: Die Schulentwicklungszahlen zeigten, dass in den nächsten Jahren mit einem hohen Schülerwachstum zu rechnen sei, so die Grünen. Die Elternbefragung habe überdies ergeben, dass eine vierzügige Gesamtschule schon im nächsten Schuljahr knapp werden könnte. Daher kommt aus Sicht der Grünen nur eine schnelle Erhöhung auf sechs Züge in Frage. Insbesondere bei der bevorstehenden Bauplanung müsse das berücksichtigt werden.

„Wir dürfen auf keinen Fall den Fehler machen und das neu entstehende Schulgebäude zu klein planen, um dann wieder vor dem gleichen Problem zu stehen, dass wir nicht genügend Plätze für alle Mettmanner Schülerinnen und Schüler haben. Ein Bedarf von sechs Zügen in der Gesamtschule ist durch die Machbarkeitsstudie unbedingt belegt. Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch die anderen Fraktionen sich diesen Tatsachen nicht verschließen und mit uns eine zukunftsfähige Schullandschaft beschließen. Das umfasst nicht nur die sechszügige Gesamtschule, sondern auch die Plätze an Grundschulen und Kindergärten, die ebenfalls ausgebaut werden müssen“, so Fraktionssprecherin Rebecca Türkis.