Düsseldorfer Flughafen wegen Corona vor „dem größten Wandel seiner Geschichte“

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Thomas Schnalke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Düsseldorf GmbH, Moderatorin Saskia Naumann und der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller im Gespräch beim Neujahrsbeginn 2021 des Düsseldorfer Airports. Foto: Flughafen Düsseldorf
Thomas Schnalke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Düsseldorf GmbH, Moderatorin Saskia Naumann und der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller im Gespräch beim Neujahrsbeginn 2021 des Düsseldorfer Airports. Foto: Flughafen Düsseldorf

Düsseldorf. Der Neujahrsempfang des Düsseldorfer Airports hat in diesem Jahr aufgrund der Corona-Lage im Stil eines TV-Formats stattgefunden.

Gespräche vor Ort kombinierte man mit Video-Einspielungen und Musik – heraus kam ein Streaming-Format, das live aus dem Flughafenterminal gesendet wurde und den Neujahrsempfang ersetzen sollte, der aufgrund der Corona-Pandemie entfallen ist. Das dafür ausgerufene Motto: „Die Zukunft beginnt jetzt!“.

Rund 700 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Luftfahrt, Nachbarschaft und Medien konnten das einstündige Programm per Stream an ihrem Bildschirm verfolgen. Nach einem Jahresrückblick des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Rolf Pohlig nahm Thomas Schnalke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Düsseldorf GmbH, eine Standortbewertung in Zeiten der Pandemie vor.

Wegen Corona stehe der Airport in den kommenden zwei Jahren vor dem größten Wandel seiner Geschichte: „Das Unternehmen wird mit der aktuellen Restrukturierung kleiner als es bisher war. Das schmerzt, auch wenn wir die Veränderungen sozial verträglich gestalten wollen.“

Mit Blick auf die Zukunft zeigt sich Schnalke zuversichtlich: „Wir bleiben Nordrhein-Westfalens Tor zur Welt. Der Airport besitzt ein starkes Fundament aus Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit. Aktuell arbeiten wir daran, Corona-Tests dauerhaft als festen Prozess-Schritt im Terminal zu etablieren, um unbesorgtes Reisen optimal zu unterstützen. Gleichzeitig wollen wir die strategischen Chancen unseres Standorts nutzen und die Mobilität der Zukunft in Stadt und Region mitgestalten.“ Schnalke betonte, dass der Airport am Ziel der CO2-Neutralität im Jahr 2035 unverändert festhalte.

Oberbürgermeister Keller: Flughafen „zukünftig wieder der Motor für Wirtschaft und Beschäftigung“

Gemeinsam mit der TV-Moderatorin Saskia Naumann begrüßte der Flughafen-Chef im Terminal den Düsseldorfer Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und sprach mit ihm über die Bedeutung des Airports für die Stadt: „Der Flughafen wird die pandemiebedingte Krise als bedeutender Verkehrsknotenpunkt hinter sich lassen und zukünftig wieder der Motor für Wirtschaft und Beschäftigung in Düsseldorf und der Region. Ich bin zuversichtlich, dass die leistungsstarke Abwicklung des Flugbetriebes und die nachhaltige Entwicklung des Flughafens durch technische Innovationen zukünftig Hand in Hand gehen“, so Stephan Keller.

Die Unternehmer Jutta Zülow und Olaf Tünkers warfen in einer Gesprächsrunde vor Ort einen Blick auf die Perspektiven der regionalen Wirtschaft in und nach der Corona-Krise. Per Video kamen neben Felix Neugart, Geschäftsführer des Unternehmens NRW-Global Business, auch die Leiterin Siemens Düsseldorf, Sabrina Hermann, und Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf zu Wort.

„Vieles können wir inzwischen aus dem Homeoffice erledigen. Aber Mobilität ist Lebensqualität. Deswegen wollen die Menschen auch in Zukunft mobil sein“, so Verkehrsminister Hendrik Wüst. Gerade jetzt sei es wichtig, weiter an der Zukunft der Mobilität zu arbeiten und mit Ideen, Mut und Neugierde Innovationen „made in NRW“ voranzutreiben.

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstrich die Bedeutung des Flughafens für den Wirtschafts- und Innovationshub Nordrhein-Westfalen. Für die Zukunft wünscht er sich noch mehr Direktverbindungen von Düsseldorf aus zu den wichtigsten Destinationen der Welt.

Im Video-Beitrag gaben außerdem Sören Brüntgens von „Plant my tree“; Dr. Volkmar Weckesser, Geschäftsführer bei Centogene, und Michael Mronz von der Rhein Ruhr City einen optimistischen Ausblick auf das Jahr 2021. Im Talk mit der Leiterin des Hetjes-Museums, Dr. Daniela Antonin; und dem Intendanten der Tonhalle, Michael Becker, sging es um die Perspektiven in Kunst und Kultur.

Per Video-Einspielung warben der Sänger und Songwriter Danny, die Geschäftsführerin des Gasometers Oberhausen, Jeanette Schmitz, Dieter Nuhr und der Rektor der Kunstakademie Düsseldorf, Professor Calle Petzinka für Zuversicht und neue Chancen.