Fördermittel für Dachbegrünung beantragen

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Ein grünes Dach kann zum Schutz des Klimas beitragen. Foto: Pixabay
Ein grünes Dach kann zum Schutz des Klimas beitragen. Foto: Pixabay

Velbert. Das Land NRW fördert in Zeiten des Klimawandels Dachbegrünungen mit bis zu 50 Prozent der Herstellungskosten. Die Stadt Velbert bietet jetzt an, Interessenten zu beraten und bei der Beantragung der Mittel Hilfestellung zu leisten.

Um die Klimaanpassung im gesamten Stadtgebiet zu optimieren, möchte die Stadt Velbert allen Grundstücksbesitzern die Möglichkeit geben, Gebäudebegrünungen über eine finanzielle Förderung zu realisieren. Hierfür stellt das Land NRW über den „Förderaufruf Klimaresilienz“ Fördermittel bereit, um die sich Kommunen, Unternehmer sowie Privatleute bewerben können. Um die Zusagechancen für alle Beteiligten zu erhöhen, bündelt die Stadt Velbert alle Anträge und stellt Ende Februar einen Sammelantrag.

50 Prozent der Gesamtkosten können gefördert werden

Förderbar sind insbesondere Dach- und Fassadenbegrünungen mit jeweils 50 Prozent der Gesamtkosten. Der Fördergeber bevorzugt eine Kombination von Begrünungen mit Regenwasserversickerungs- oder speicheranlagen. Regenwasser soll so weit wie möglich flächig versickern können oder beispielsweise in Kombination mit Mulden, Rigolen oder Zisternen gespeichert und wiederverwendet werden können. Für Dachbegrünungen können zum Beispiel Ausgaben für den Aufbau der Vegetationsschicht wie Schutzvlies, Filtermatten, Drainschicht, Substrat, Ansaat oder Pflanzen sowie Ausgaben für den Entwurf und die Planung gefördert werden.

Gebühren beim Abwasser sparen

Während begrünte Fassaden und Dächer einen Beitrag zur sommerlichen Stadtkühlung und zum Schutz der Artenvielfalt leisten können, kommt insbesondere der Regenwasseraufbereitung eine übergeordnete besondere Rolle zu. Mittels Regenwasserspeichersystemen kann das aufgefangene Wasser beispielsweise zur Gartenbewässerung verwendet und so Grundwasser gespart werden. Dabei lassen sich die Kosten für den Nutzer durch den verringerten Trinkwasserverbrauch und durch Einsparung von Abwassergebühren senken.

Stadt reicht Anträge Ende Februar ein

Alle bei der Stadt Velbert eingehenden Anträge werden Ende Februar gebündelt beim Projektträger Jülich eingereicht, sodass im Falle einer Zulassung im April oder Mai der Zuwendungsbescheid erwartet wird. Die beantragten Maßnahmen müssen dann bis Februar 2022 umgesetzt werden, bis dahin sind auch Verwendungsnachweise wie Rechnungen bei der Stadt Velbert einzureichen.

Antrag stellen

Auf der Homepage der Stadt Velbert gibt es ein Antragsformular, welches ausgefüllt und inklusive Anlagen bis zum 12. Februar an die Abteilung für Stadterneuerung und Umwelt der Stadt Velbert geschickt werden muss. Nachfragen beantwortet gerne Thomas Geißler (thomas.geissler@velbert.de oder 02051/26-2779). Das Antragsformular sowie weitere Informationen können über diesen Link abgerufen werden: www.velbert.de/buergerinfo/umwelt-und-klimaschutz/klimaschutz/selbst-aktiv-werden/klimaresilienz