SPD-Abgeordnete Müller-Witt: „Wir brauchen im Kreis Mettmann flexible Lösungen beim Impfen“

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In den Corona-Impfungen liegt derzeit die große Hoffnung. Foto: pixabay
In den Corona-Impfungen liegt derzeit die große Hoffnung. Foto: pixabay

Kreis Mettmann. Die SPD-Landtagsabgeordnete für den Kreis Mettmann, Elisabeth Müller-Witt, kritisiert das bisherige Vorgehen der Landesregierung beim Impfen gegen das Coronavirus.

Die tägliche Zahl der Corona-Neuinfektionen sei immer noch zu hoch, so Müller-Witt. Die Entwicklung der Pandemie bleibe nach wie vor besorgniserregend. Die große Hoffnung liege
weiterhin in der vollständigen Impfung aller derjenigen Bürgerinnen und Bürger, die dazu bereit sind.

Die SPD-Landtagsfraktion stellt fest, dass die Umsetzung der Impfkampagne zu langsam und kompliziert vonstattengehe. Elisabeth Müller-Witt kommentiert: „NRW ist groß und die Strukturen vor Ort unterscheiden sich erheblich. Wir brauchen deshalb flexible Lösungen. Dadurch könnten wir die Akzeptanz und Impfbereitschaft deutlich erhöhen. Es kann doch nicht sein, dass beispielsweise ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi 50 km bis zum zuständigen
Impfzentrum fahren müssen.“

Die SPD-Landtagsabgeordnete kündigt an, dass die SPD-Fraktion einen entsprechenden Antrag in den Landtag einbringen werde. Zur Finanzierung soll auch der bislang nicht ausreichend genutzte Corona-Rettungsschirm verwendet werden. Von den dort angesetzten 25 Milliarden Euro seien gerade einmal fünf Milliarden verwendet worden.

„Am Geld darf eine flexible Lösung nicht scheitern. Wir brauchen im Kreis Mettmann Unterstützung vom Land, wie Impfbusse, mobile Impfteams, Zweigstellen des bislang einzigen Impfzentrums – es gibt durchaus pragmatische Lösungen, die geschaffen werden könnten“, meint Müller-Witt. Dafür müsse das Land jedoch die passenden Rahmenbedingungen bieten. Bislang ist es den Kreisen und Kommunen in NRW nicht erlaubt, von den landesweiten Regelungen abzuweichen.

„Die Impfgeschwindigkeit scheitert mit Sicherheit nicht an der Bereitschaft der Menschen bei uns im Kreis, sondern an den starren Vorgaben und an der verzögerten Auslieferung des Impfserums. Gesundheitsminister Laumann muss jetzt Möglichkeiten schaffen, damit wir alle Menschen schnellstmöglich mit dem dringend notwendigen Impfstoff versorgen und den Kampf gegen das Virus gewinnen können“, so Müller-Witt abschließend.