Corona-Impftermine: Systeme unter Dauerlast +++ 500.000 Termine im Rheinland vergeben

1632
Corona-Impfung: Bereits 500.000 Termine wurden laut Kassenärztlicher Vereinigung in Nordrhein vergeben. Foto: pixabay
Corona-Impfung: Bereits 500.000 Termine wurden laut Kassenärztlicher Vereinigung in Nordrhein vergeben. Foto: pixabay

Düsseldorf/Kreis Mettmann. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat inzwischen 500.000 Impftermine vergeben. Der Ansturm ist groß, die Systeme sind teilweise überlastet. 

Aufgrund der Lieferverzögerungen ist der Impfstart auf den 8. Februar verschoben worden, Termine kann man dennoch bereits seit dem 25. Januar buchen. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein organisiert die Terminvergabe für die Corona-Schutzimpfung in den 26 Impfzentren im Rheinland.

Der Ansturm der Impfwilligen sei groß, heißt es von der Kassenärztlichen Vereinigung, die Systeme hielten dem zeitweise nicht Stand. Dennoch: „In den ersten viereinhalb Tagen der Terminvergabe haben sich schon fast zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger im Rheinland, die 80 Jahre und älter sind, ihre Termine für die Erst- und Zweitimpfung bis in den April hinein gesichert“, so die Kassenärztliche Vereinigung.

-Anzeige-

Zu großen Probleme kam es vor allem am Starttag. Die Server brachen zeitweise zusammen, Anrufe konnten nicht mehr entgegengenommen werden. Fehlermeldungen sorgen bei der Terminbuchung für zusätzlichen Frust. Überraschend kam das für die Organisatoren nicht: Sie warnten im Vorfeld vor Systemüberlastungen und baten um Geduld.

„Ich verstehe den Ärger, den viele ältere Bürgerinnen und Bürger beim Start der Terminvergabe empfunden haben. Sie haben sich darauf verlassen, nun schnell Schutz vor der Corona-Pandemie zu bekommen und sind stattdessen in der Warteschleife hängen geblieben. Dafür und für die technischen Anfangsschwierigkeiten entschuldigen wir uns sehr“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.

Unter dem Strich sei die Terminvergabe dennoch gut angelaufen, so Bergmann. „Allein bis Montagabend konnten rund 140.000 Termine an rund 70.000 Impfberechtigte vermittelt werden. Auf die Buchungswebsite wurde über 40 Millionen Mal zugegriffen.“ 36 Millionen Zugriffe pro Tag auf die Internetseite und etwa 71.000 Hotline-Anrufe täglich registriert die Kassenärztliche Vereinigung, so die Angaben auf dem Nachrichtendienst Twitter.

Vergabe von Corona-Impfterminen: Besser, aber nicht problemfrei

Inzwischen läuft es deutlich besser, wenn auch nicht problemlos. Die starke Nachfrage nach Terminen hielt bis zum Ende der Woche an. Zwar konnten die technischen Probleme der ersten Tage weitgehend abgestellt werden; die anhaltend hohe Zahl an Anrufern und Online-Nutzern „hielt die Systeme aber weiter unter Dauerstress“, heißt es von der Kassenärztlichen Vereinigung.

Für Impfwillige gilt: Weil die Termine in Kontingenten eingestellt werden mussten und so nicht alle Buchungen ad hoc parallel verarbeitet werden konnten, kam es zwischenzeitig immer wieder zu Ausfällen. Die Buchungsmöglichkeiten bleiben aber offen, so dass weiterhin Termine zur Verfügung stehen.

Auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sicherte in einer am Dienstag anberaumten Pressekonferenz mit den beiden KV-Vorständen aus Nordrhein und Westfalen-Lippe zu: „Wir werden die Bevölkerungsgruppe Ü80 so lange impfen, bis jeder, der geimpft werden möchte, seinen Impfschutz erhalten hat.“

Unter der Rufnummer 0800 116 117 01 und über die Website termin.corona-impfung.nrw werden die Termine vergeben.