Arbeitslosigkeit im Kreis Mettmann steigt im Januar

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Karl Tymister, Chef der Agentur für Arbeit Mettmann. Foto: Arbeitsagentur
Karl Tymister, Chef der Agentur für Arbeit Mettmann. Foto: Arbeitsagentur

Kreis Mettmann. Die Arbeitslosigkeit im Kreis Mettmann ist im Januar auf 7,1 Prozent gestiegen. Die Arbeitsagentur hat die aktuellen Beschäftigungszahlen veröffentlicht.

Die Arbeitslosigkeit im Kreis Mettmann ist im Januar um 920 Personen auf insgesamt 18.575 gestiegen. Aber: Der Anstieg bleibt niedriger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,1 Prozent.

Gute Nachrichten gibt es dennoch. Die Arbeitskräftenachfrage liegt über dem Vorjahresniveau. „Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Januar war erwartet“, erklärt Karl Tymister, Chef der Agentur für Arbeit in Mettmann. Zurückzuführen sei das nicht auf den verschärften Lockdown ab Mitte Dezember.

Die Ursachen seien vielmehr saisontypisch, weil zum Jahresende viele befristete Arbeitsverträge auslaufen. „Außerdem fallen wegen des Winterwetters Jobs in den Außenberufen, wie beispielsweise in der Baubranche, weg“, so Tymister. „Der Anstieg fiel in diesem Jahr sogar niedriger aus als vor einem Jahr. In Folge der Pandemie war die Arbeitslosigkeit aber im Frühjahr 2020 deutlich gestiegen und liegt auch aktuell noch um etwa 20 Prozent über dem Vorjahr.“

Als erfreulich bezeichnet der Agentur-Chef die Arbeitskräftenachfrage. Die Unternehmen suchten auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen weiterhin Personal. „Die Arbeitgeber meldeten mehr offene Stellen als im Dezember und auch mehr als vor einem Jahr“, resümiert Karl Tymister. Insgesamt sind nach Angaben der Arbeitsagentur über 2.700 Stellen im Kreis Mettmann frei, „es gibt also auch jetzt viele Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, so der Chef der Arbeitsagentur.

5,2 Prozent mehr Arbeitslose als im Dezember und 3.050 Personen bzw. 19,6 Prozent mehr als vor einem Jahr verzeichnet die Arbeitsagentur im Januar. Die Arbeitslosenquote steigt von 6,8 Prozent im Dezember auf aktuell 7,1 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 6,0 Prozent. Zum Vergleich: Während der Finanzkrise im Januar 2009 waren 17.757 Personen arbeitslos, 818 weniger als jetzt.