Haan: Perfider Trickbetrug im letzten Moment vereitelt

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Insbesondere Seniorinnen und Senioren geraten ins Visier von Trickbetrügern. Foto: pixabay
Insbesondere Seniorinnen und Senioren geraten ins Visier von Trickbetrügern. Foto: pixabay

Kreis Mettmann. Am Donnerstagnachmittag ist eine 83-Jährige in Haan beinahe von Trickbetrügern um Wertsachen gebracht worden. Ihr Glück: Ihr Sohn tauchte zufällig auf.

Ein 52-jähriger Haaner hat einen Trickbetrug verteilt. Mit einem sogenannten Schock-Anruf wollten Betrüger die 83-jährige Mutter des Mannes am Donnerstagnachmittag um Geld und Wertsachen bringen.

Gegen 14 Uhr erhielt die Haanerin laut Polizei einen dramatischen Anruf: Ein angeblicher Polizeibeamter schilderte, dass ihre Schwiegertochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Nur durch die sofortige Zahlung einer Kaution sei eine Haft vermeidbar.

Die 83-Jährige wurde im verlauf des Telefongesprächs nach ihren Vermögenswerten befragt, dann arrangierten die Tricktäter die Übergabe von Wertgegenstände vor der Wohnungstür. Besonders perfide: Im Hintergrund des Telefonates hörte die Haanerin von den Tricktäter vorgespielte Hilferufe, die sie ihrer Schwiegertochter zuordnete. Die Seniorin wurde so massiv unter Druck gesetzt, dass sie auf die Betrugsmasche hereinfiel und einer Übergabe ihrer Wertgegenstände zustimmte.

Während die Haanerin vor ihrer Haustür auf den „Polizeibeamten“ zur Abholung der Kaution wartete, tauchte zufällig ihr Sohn an der Wohnanschrift. Der 52-Jährige konnte den Betrug aufklären und somit eine Geldübergabe verhindern.

Anschließend rief der Mann die Polizei, die ein Strafverfahren wegen versuchten Trickbetrugs einleitete.