Hospizverein bietet ambulante Sterbebegleitung auch in der Corona-Zeit

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Jeder Faden steht für ein Menschenleben - beim Hospizverein Niederberg können Angehörige so ihren Verstorbenen gedenken. Foto: privat
Jeder Faden steht für ein Menschenleben - beim Hospizverein Niederberg können Angehörige so ihrer Verstorbenen gedenken. Foto: privat

Velbert. Der Hospizverein Niederberg begleitet schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen in ihrem zu Hause. Der Hospizverein ist zu erreichen unter Tel.: 02051/207941.

Die ambulante Sterbebegleitung findet trotz Corona statt, unter Einhaltung aller erforderlichen Hygienemaßnahmen. Auch Trauergespräche werden weiterhin angeboten, im Moment nur als Einzelgespräche. Besonders in der Pandemie-Zeit, wenn das Abschied nehmen teilweise nicht so möglich ist wie Betroffene sich das wünschen, kann dieses Angebot hilfreich sein.

Beim Hospizverein gibt es ein besonders Ritual, bei dem noch einmal an Verstorbene gedacht wird. An liebevoll geplanten Abenden, zu denen die Angehörigen eingeladen werden, wird ein jeder nochmal beim Vornamen genannt, ein paar Sätze zu ihm/ihr gesagt und dann wird ein Faden mit dem Namen an ein eigens dafür geschaffenes Kunstwerk gespannt. So soll jeder Mensch unvergessen sein.

Auch diese Abende waren durch die Pandemie nicht möglich. So haben die beiden Koordinatorinnen Andrea Schyklenk und Barbara Stulgies die Ehrenamtlichen über die Zeit des Gedenkens informiert, Kerzen angezündet, Musik spielen lassen und der Verstorbenen des letzten Jahres gedacht. Die Ehrenamtlichen zu Hause haben jeder für sich innegehalten, eine Kerze angezündet und waren so dabei.