Wählergemeinschaft will sich Mettmanner „Baustellen und Herausforderungen“ widmen

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Start in Corona-Zeiten: Man trifft sich auch bei der Wählergemeinschaft per Videochat. Foto: Wählergemeinschaft ME
Start in Corona-Zeiten: Man trifft sich auch bei der Wählergemeinschaft per Videochat. Foto: Wählergemeinschaft ME

Mettmann. Ehemalige Mitglieder der Fraktion „Zur Sache! Mettmann“ haben eine neue Wählergemeinschaft gegründet.

Nadine Bergmann, Linda Neidel, Christian Kardell, Frank Runkel, Aliekber Ersoy, Oliver Voss und Eberhard von Schweinitz stecken hinter der ‚Wählergemeinschaft Mettmann‘, deren Vorsitz Ersoy und Runkel übernehmen. Rein rechtlich existiert zudem eine unabhängige Fraktion im Stadtrat, die Linda Neidel und Christian Kardell verantworten.

Die Neugründung ist auch eine Neuformierung: Ehemalige Mitglieder der Fraktion ‚Zur Sache! Mettmann‘, die im Sommer des vergangenen Jahres gegründet worden ist, arbeiten nun für eine neue Wählergemeinschaft zusammen. Sie möchten „einen anderen politischen Weg einschlagen als bisher“.

Im Januar hatten sich drei Ratsmitglieder von der Zur-Sache-Fraktion getrennt, sodann sind sie auch aus der Zur-Sache-Wählergemeinschaft ausgetreten. Eine Aussprache habe es nicht gegeben, so Linda Neidel stellvertretend.

„Da uns die politische Arbeit und die Entwicklung Mettmanns von Anfang an am Herzen lagen und wir unsere Ziele einer wirtschaftlichen und attraktiven Gestaltung unserer Stadt verfolgen möchten, haben wir eine eigene politische Organisation gegründet“, erklärt Frank Runkel, Vorstandsvorsitzender der neuen Wählergemeinschaft in der Kreisstadt.

Sein Stellvertreter Aliekber Ersoy ergänzt: „Uns ist Kommunikation und Teamwork wichtig, das wurde zwar auch letztes Jahr schon versprochen, in unseren Augen aber nicht ausreichend umgesetzt“.

Die drei Ratsmitglieder sowie ein sachkundiger Bürger arbeiteten bereits intensiv an Möglichkeiten der Haushaltskonsolidierung sowie Attraktivitätssteigerungen der Stadt, erklärt man bei der neuen Wählergemeinschaft.

„Es gibt viele Baustellen und Herausforderungen in Mettmann, die nur unter ganzheitlicher Betrachtung in Angriff genommen werden können,“ so die Fraktionsvorsitzende Linda Neidel.

Die reine Schließung einzelner freiwilliger Angebote, etwa der Stadthalle, Bibliothek oder Musikschule, komme für die Fraktion bisher nicht in Frage. „Wir brauchen konstruktive Ideen, alternative Angebote und schnelle Umsetzungen“, meint der Fraktionsvorsitzende Christian Kardell.

Die Wählergemeinschaft Mettmann will sich „wieder mehr den Bürgern widmen“, man wolle Wünsche, Anregungen und Probleme aufgreifen, mit der Fraktion kommunizieren und so Lösungen erarbeiten.

Informationen zu dem Programm der Wählergemeinschaft Mettmann gibt es unter www.wg-me.de.